Heute sind wir sehr früh aufgestanden, denn wir haben um 5:10 Uhr das Haus verlassen. Natürlich waren wir seeehr rechtzeitig am Flughafen für unseren Flug nach Frankfurt. Dort wurde es beim Umsteigen aber etwas knapper, denn beim Landeanflug auf Frankfurt gab es ein Durchstartmanöver. Die Rollbahn wurde kurzfristig gesperrt, weil eine andere Maschine beim Landeanflug in einen Vogelschwarm geraten war und die Rollbahn erst gesäubert werden musste. Der Rest des Fluges verlief entspannt. Diesmal nur Economy, aber das ging auch ganz gut. An Filmen habe ich Absolute Power, Abgeschnitten und In Sachen Liebe gesehen. Damit gingen die neun Stunden von Frankfurt nach Boston schnell rum.
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| Ganz früh an der Bushaltestelle |
Wie kamen um 13:30 Uhr Ortszeit an und die Grenzkontrolle verlief absolut problemlos. Es gab kaum eine Wartezeit, dem Grenzbeamten antwortete ich auf die Frage nach dem Reisegrund nur "Geocaching" und erntete ein breites wissendes Grinsen. Die Autovermietung sollte im Terminal sein. Das stimmte auch, nur dass sie nicht in dem Terminal war, wo wir ankamen. Dahin musste man erst einmal einen kostenlosen Bus zum anderen Terminal nehmen.
| Unser Mietwagen |
Eine knappe Stunde nach der Landung saßen wir dann in unserem Mietwagen, einem ziemlich neuen VW Jetta, und steuerten den ersten Cache für die Jasmer-Challenge an. Geparkt haben wir auf einem Supermarktparkplatz in etwa 500 Metern Entfernung vom Cache. Der lag in einer Art Park, in dem es aber meist nur Trampelpfade gab. Das Gelände und die Navigation waren schwieriger als erwartet und wir bräuchten für diesen Cache etwa 75 statt der geplanten 45 Minuten. Aber wir haben ihn gefunden!
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| Der älteste Geocache in Massachusetts! |
Bevor wir uns auf den Weg zum zweiten Cache für die Jasmer-Challenge machten, kauften wir für die nächsten 3 Tage für Frühstück und Abendbrot ein. Brot, Erdnussbutter, Käse, Streichfett, Salami und gesalzene Erdnüsse waren schnell gefunden, aber die Cola Zero fehlte noch. Wir mussten fragen und uns wurden Kartons mit je 12 Dosen gezeigt. Davon haben wir dann zwei mitgenommen. Unvorsichtigerweise muss ich jetzt sagen, denn es handelte sich nicht um Coca Cola Zero, sondern um eine Supermarkt-Eigenmarke! Und genauso schmeckt sie auch! Und jetzt muss sie natürlich erst einmal ausgetrunken werden!
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| Fehlkauf! |
Der zweite Cache befand sich in einem Reservat, das von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zugänglich war. Wir kamen gegen 18 Uhr an, das war rechtzeitig genug. Als wir uns auf dem Parkplatz ein Parkticket ziehen wollten, erlebten wir, wie an anderen Stellen auch, wie hilfsbereit die Leute hier sind: Von der Fahrerin eines wegfahrenden Autos bekamen wir ihr Ticket und so sparten wir 6 Dollar. Diesen Cache konnten wir fix finden, es war wieder eine schöne große Dose!
Jetzt hätten wir eigentlich schon zurückfliegen können, denn der primäre Zweck der Reise war ja erfüllt. Wir hatten jetzt zwei Caches in Massachusetts und mein Ehrgeiz war geweckt, weitere Staaten in dieser Gegend zu becachen. Deshalb haben wir uns für 3 Nächte in einem Motel eingemietet, gleich hinter der Grenze zu New Hampshire. Wir sind dort etwa 30 Minuten vor Sonnenuntergang eingetroffen.
Dörte legte sich erst einmal hin, während ich mich um den Cache für New Hampshire in fußläufiger Entfernung kümmerte. Beim ersten Cache, den ich probierte, mochte ich nicht so richtig suchen, weil dort zu viele Menschen unterwegs waren. Der zweite Cache war besser, es war ein Gedenkort für Veteranen. Ich fand den Cache nicht sofort und setzte mich auf eine Bank. Als dann ein Paar kam, welches sich auch genau diese Gedenktafel ansah, sprach ich es an, ob sie auch nach einem Geocache suchten. Nein, sie waren nicht auf der Suche, hatten aber früher schon einmal Geocaches gefunden. Sofort suchten wir zu dritt und Amalia hatte den Minicache in weniger als einer Minute in der Hand. Anschließend hatte ich mit ihr und Lindsey ein sehr nettes Gespräch. Er war als Soldat eine zeitlang in Ramstein stationiert. Ich erzählte von unseren Cache-Plänen für die nächsten Tage und erntete die dringende Empfehlung: Wenn Du nach Maine kommst, musst Du ein Hummer-Brötchen probieren. Wie soll ich das nur in den engen Zeitplan noch unterbringen?
Auf dem Rückweg zum Motel kam ich an einem sehr schön gestalteten Treffpunkt in einem neuen Einkaufszentrum vorbei. Bei strahlendem Wetter konnte man hier in bequemen Stühlen draußen an einer Feuerschale sitzen. Mal sehen, ob ich mit Dörte nochmal hierherkomme?
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| Nicht schlecht hier, oder? |
Noch ein paar Worte zu unserem Motelzimmer: Einfach, aber ausreichend. Stühle mit einer Sitzhöhe, dass ich mich recken muss, um da hochzukommen. Kochplatten und Kühlschrank, aber keine Töpfe, Teller, Tassen oder Besteck. Den Fernseher habe ich nicht zum Laufen bekommen.
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| Endlich mal eine anständige Sitzhöhe! |
Anmerkungen von Dörte:
Naja, wir sind Economy Zero geflogen! Das bedeutet: nur Handgepäck mit den Maßen: 40,30,10 cm! Es reicht also gerade für dreimal Unterwäsche, Bürste und Zahnbürste. (Na, ist ein klein bisschen übertrieben, ich hab auch noch ein Ersatz-T-Shirt). Und der Film Green Lantern ist ja grausam schlecht!
Technische Anmerkungen:
Die Blogeinträge über diese Kurzreise schreibe ich unterwegs, werde sie aber erst nach und nach mit Bildern versehen und veröffentlichen, wenn wir wieder zuhause sind. Ich habe hier keinen PC dabei und nur mit dem Mobiltelefon ist mir das zu tüdelig.
Karte:





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