25 Juni 2025

Cachen, Shoppen und Rückfahrt

Heute früh stellte ich fest, dass drei fehlende Gradsegmente für die Challenge 360 Grad um die Mitte Deutschlands in fußläufiger Entfernung unseres Hotels waren. Die drei notwendigen Caches habe ich noch vor dem Frühstück besucht. 

Morgenstimmung auf dem Domplatz

Interessant war der virtuelle Cache zur Gedenkkultur in Erfurt: Dort nutzt man nicht die Stolpersteine, wie wir sie in Hamburg kennen, sondern riesengroße Stecknadeln.

 

DenkNadel in Erfurt

Nach dem Frühstück haben wir die Koffer zum Auto gebracht und sind dann noch einmal zur Krämerbrücke gelaufen. Ohne Shoppen wollte Dörte nicht nachhause fahren. Ich durfte nicht mit in die kleinen Läden, damit ich von den Preisen nichts erfuhr. Dass zur Schokolade kostenlos ein Kühlkissen mitgegeben wurde, kann man aber als Indikator für Hochpreisigkeit interpretieren. Wie hoch wollte ich dann lieber auch nicht wissen ...

Shoppen auf der Krämerbrücke

Auf der Rückfahrt haben wir dann noch ein paar mal Pause gemacht. Der erste Parkplatz hielt gleich noch einen traditionellen Cache für mich bereit. Die große Pause aber machten wir an der Raststätte Hildesheimer Börde Ost, die sich als wahres Cacher-Paradies herausstellte. Hier gab es einen Letterboxcache, einen Multicache, einen Abventure Lab-Cache, einen Mystery-Cache und einen Wherigo-Cache. Ich war gut 1,5 Stunden beschäftigt, bis ich alles gefunden hatte. Zusammen mit den vor dem Frühstück gefunden Caches waren das 7 verschiedene Cache-Typen an einem Tag - ein neuer Rekord!

Anmerkungen von Dörte:

Hier noch ein Foto meines persönlichen Idols: Christian Reichardt, der Begründer des Gartenbaus!
Ob ihm mein Garten gefallen hätte? Ich weiß nicht so recht. Aber er steht ja auf dem Domplatz in Erfurt.



Technische Anmerkungen:

Wir sind jetzt wieder zuhause und das bedeutet erst einmal Pause für den Blog. Die nächste größere geplante Aktion ist der Besuch der Viertagemärsche in Nimwegen (14.-18.7.25).

Der Link auf den Wikipedia-Eintrag von Christian Reichardt ist übrigens eine Ergänzung von mir. Dörte bestand darauf, dass ich darauf hinweise ...

24 Juni 2025

8000 gefundene Caches

Heute habe ich meinen 8000. Cache-Fund verbucht. Die letzten 5 Funde waren ein Labcache zur Krämerbrücke in Erfurt - ein würdiger Labcache für diesen Anlass!

Das Ergebnis von knapp 20 Jahren Cachen

Geplant hatte ich heute 5 Caches in Landkreisen, in denen ich noch keinen Cache gefunden hatte. Wir konnten alle 5 geplanten Caches auch gut finden - nur einer lag im falschen Landkreis! Ich hatte den Landkreis Landshut mit dem Stadtkreis Landshut verwechselt! Im Landkreis Landshut war ich schon im letzten Jahr und jetzt stehen dort 2 Caches für mich zu Buche. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie sehr mich ein solcher Planungsfehler ärgert! Es verbleiben nun noch neun Landkreise für eine letzte Reise wegen der Landkreis-Challenge nach München. Das wird sich schon machen lassen ...

In grün die fünf becachten Landkreise von heute
(darunter Landkreis Landshut in hellgrün)
In rot die noch offenen 9 Landkreise
(die gelben Sprengsel sind kreisfreie Städte
- hatte keine Lust, die jetzt zu weißen)

Beim Mittagessen haben wir uns entschieden, heute noch bis Erfurt zu fahren. Dörte kannte die Stadt noch gar nicht und ich erzählte ihr die beiden wichtigsten Fakten: 
  1. Erfurt hat eine lebensgroße Sandmännchens-Figur
  2. Die Krämerbrücke ist die einzige historische voll bebaute und bewohnte Steinbrücke von über 100 Metern Länge.

Sandmann, lieber Sandmann, ...

Neben dem Sandmännchen fanden wir auch Pittiplatsch, Schnatterinchen und Moppi, Käpt'n Blaubär mit Hein Blöd, die Maus mit dem blauen Elefanten und Bernd das Brot. Aufgestellt wurden die Figuren,  weil Erfurt seit 2007 Standort des Kinderkanals ist. All diese Figuren musste Dörte vor unserem Stadtrundgang erst einmal auf der Karte finden, damit wir ja niemanden verpassen. Ihr seht: Wenn sie will, dann kann Dörte ebenfalls planen.

Schnatterinchen und Moppi

Das eigentliche Highlight war aber die Krämerbrücke. Wenn man darauf steht, ist es wie in einer engen Gasse, denn man hat keinen Blick auf den Fluss. Die 32 mehrstöckigen Häuschen sind oben bewohnt und haben im Erdgeschoss Ladengeschäfte. Ein Einkaufsparadies für Dörte - zum Glück hatten die meisten Läden schon zu.

Auf der Krämerbrücke

Nur von außen erkennt man, dass es sich um eine Brücke handelt. In den dicken Steinpfeilern sind Warenlager für die Läden auf der Brücke eingebaut.

Krämerbrücke vom Flußufer aus gesehen

Natürlich wird man Erfurt nicht gerecht, wenn man es auf Krämerbrücke und KiKa-Figuren reduziert, denn es gibt natürlich viel mehr. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir hier nochmal herkommen, um uns weiter umzusehen!

Anmerkungen von Dörte:
 
Es gibt zum Beispiel einen Laden mit Linkshänderbedarf. Super ist die Tasse, die kleckert, wenn Rechtshänder sie nutzen.

Kitsch dieser Art begeistert mich...

23 Juni 2025

Caches in 8 bayrischen Landkreisen

Heute lief alles nach dem Plan, den ich gestern ausgearbeitet hatte: Früh aufstehen, um 8 Uhr losfahren und gegen Mittag in Passau sein. Anschließend 4 Stunden lang Cachen in 8 Landkreisen (Passau (Stadt), Passau (Landkreis), Deggendorf, Freyung-Grafenau, Regen, Cham, Straubing-Bogen, Straubing (Stadt)). Zusammen mit zwei weiteren Stunden für Pausen ergab das einen entspannten Tag.

Acht Landkreise in Bayern

Wer den Wetterbericht verfolgt hat, dem werden die Unwetterwarnungen für einige dieser Landkreise nicht entgangen sein, Wir hatten aber Glück, denn außer 20 Minuten leichtem Regen in Oberösterreich hatten wir überhaupt keinen Niederschlag.

Zu Mittag haben wir am Bahnhof in Regen gegessen. In der kleinen Gaststätte gab es zwar am frühen Nachmittag nur eine Brotzeit, aber 2 Paar (das sind überraschenderweise 4!) Käsekrainer mit Brot für 7 Euro war eine angemessene Portion für mich!

2 Paar Käsekrainer mit Brot

Noch bevor wir überhaupt in Deutschland waren, konnte ich übrigens schon drei weitere Caches auf Raststätten finden, als wir dort Pause machten.

Wir sind jetzt in Straubing und unser Hotel ist völlig ohne Personal. Es gibt einen Checkin-Automaten, einen kostenlosen Kaffee- und Tee-Automaten und morgen früh soll jeder ein frisches Brötchen bekommen. So ganz nach Dörtes Geschmack ist es wohl nicht, dafür aber relativ günstig. Vielleicht habe ich doch zu sehr gespart, denn ich hocke jetzt auf dem Flur, weil nur dort Platz für einen Tisch ist, um diesen Post zu schreiben. Das Blöde daran ist, dass das Licht alle drei Minuten ausgeht ,,,

Bei den abendlichen Labcaches ging es um künstlerisch
gestaltete Bänke und deren Titel - hier: Nachhaltigkeit

Gut an dem Hotel ist aber die Lage für das Cachen: Ich habe noch einen Abendspaziergang gemacht und dabei 2 Labcaches rund um den Straubinger Donauhafen absolviert. Dazu noch einen traditionellen Cache und den gemeinsamen Bonus für die beiden Labcaches. 23 Cache-Punkte an einem Tag ist doch ein gutes Ergebnis, oder ...  

Hier war der Titel nicht so abstrus,
man könnte ihn erraten
(rot13: Xneevreryrvgre)

Jetzt muss ich aber mit der Cache-Planung für morgen loslegen!

Anmerkungen von Dörte:

Toller Job für mich: Lichtwedler! …
Und hier noch ein Foto für Martin W., den Fan von ungewöhnlichen Straßenschildern: 

Wir haben die Tankstelle erreicht
und auch auf die richtige Autobahn
zurückgefunden

22 Juni 2025

Der wilde Berg in Mautern

Heute machten wir mit Anja, Niels und Isa einen Ausflug zu einem Wildpark mit dem Namen "Wilder Berg". Der liegt nur etwa 25 Autominuten entfernt. Weil unser Auto zu klein für uns fünf war, kam noch Dani mit ihrer Tochter Theodora mit und mit zwei Autos passte es dann.

Am Eingang des Parks

Der Park lag an einem Berg, den man mit einem Sessellift hochfuhr. Von der Bergstation lief man dann durch die verschiedenen Gehege bis zur Mittelstation wieder herunter. Der Schwerpunkt liegt hier auf einheimischen Tieren wie Luchs, Steinböcke, Damwild, Rehe und so weiter. Auch drei Braunbären und zwei Polarwölfe konnten wir sehen. Einige Tiere versteckten sich aber in der Hitze und waren nicht zu entdecken, z. B. der Luchs. 

An die echten Braunbären haben sich
Dörte und Isa nicht so herangetraut

Die Aussicht an der Bergstation war fantastisch. Die Alpen sind doch einfach eine Klasse aufregender als die deutschen Mittelgebirge.

Aussicht von der Bergstation

Für die Kinder (und Dörte zählte sich dazu) gab es fünf Rätselstationen, die wir natürlich alle aufsuchen mussten. Am Ende gewann Dörte einen Preis: Ein Tattoo-Set mit Tierfiguren! Ganz toll fanden wir auch die Murmelbahn, die sich durch große Teile des Parks zug. Sie war gemacht für Holzmurmeln von etwa 4 cm Durchmesser und Isa und Theodora waren beide ganz begeistert davon.

Ausruhen auf einer gemütlichen Schaukel

Auf der Steinbockalm haben wir zu Mittag gegessen und ich habe mir ein lokales Bier gegönnt. Da die Brauerei Gösser in Leoben ihren Stammsitz hat, erschien mir das geboten. Es schmeckte gut!

Aussichtspunkt bei der Steinbockalm

Den Kinderbauernhof mit Streichelzoo haben wir dann nur kurz besucht, denn Theodora war schon eingeschlafen und Isa war auch müde. Sie wurden auf dem Rücken bergab bis zur Talstation getragen. Dörte entschied sich dafür ihr Knie zu schonen und hat stattdessen den Wiesengleiter, eine Art Sommerrodelbahn benutzt.

Dörte im Wiesengleiter -
man beachte die Zehen!

Der Ausflug hat uns gut gefallen. Morgen geht es wieder zurück nach Bayern, wo ich so viele neue Landkreise becachen will wie möglich. Noch habe ich keinen Plan, aber den mache ich schon noch ...

Anmerkungen von Dörte:

Jan, der Gänsegeier!


21 Juni 2025

Reise nach Leoben

Nach einem weiteren reichhaltigen Frühstück sind wir aufgebrochen, um meine Nichte Anja und ihre Familie zu besuchen. Sie leben in Leoben, in der Steiermark (Österreich - falls die Info notwendig ist)

Kurz vor der Grenze stand noch ein Cache für den Landkreis Berchtesgadener Land auf dem Programm. Das ist der Landkreis ganz unten rechts auf der Landkarte und es wäre wirklich schade gewesen, ihn unbecacht links liegen zu lassen. Genau das wäre aber fast passiert, denn das Verkehrsschild an der Tankstelle Bad Reichenhall, an dem der Cache sein sollte, stand wegen einer Baustelle nicht mehr.

Kein Cache mehr zu finden

Hier war der Cache nicht mehr zu finden, wir waren aber an der letzten Autobahnabfahrt vor der österreichischen Grenze schon vorbei. Unnötige Grenzübergänge wollten wir nicht wegen Dörtes abgelaufenem Personalausweis. Am Ende sind wir ein Stück querfeldein gelaufen, um einen anderen Cache zu finden. 

Nach einer weiteren Stunde haben wir am Mondsee Pause gemacht und noch zwei weitere Geocaches gefunden.

Ausblick auf den Mondsee

An der Mautstation für den Bosrucktunnel haben wir dann gelernt, wie man Leoben ausspricht: Nicht Leo-behn, sondern Le-oben. Wir werden es uns merken ...

In Leoben gibt es ein mehrtägiges Straßenfest zum Spendensammeln mit dem Namen "Iron Road for Children". Anja hatte uns vorgewarnt, aber die Parksituation war noch ziemlich entspannt, als wir kurz vor 15 Uhr ankamen. 

Unsere Großnichte Isa (2 Jahre) führte uns durch die geräumige Wohnung und hielt mich sogar zum Kinderjoga an: Das Ächzen und Stöhnen war deutlich zu hören ...

Kinderjoga unter Isas Anleitung

Wir machten dann noch einen Spaziergang zum Spielplatz, der uns auch durch das Zentrum des Städtchens führte. Dort war dann tatsächlich einiges los, der Hauptmarkt war voll von Ständen und Bühnen. 

Musik, die Dörte gefiel

Es waren dem Motto der Veranstaltung entsprechend viele Motorräder zu sehen - in allen möglichen Farben und Formen. Für Isa gab es einiges zu gucken, aber die Wasserpumpe am Spielplatz war dann doch das Interessanteste.

Tolle Maschinen!

Jetzt wird Isa ins Bett gebracht, das ist der perfekte Zeitpunkt für das Schreiben des Posts.

Anmerkungen von Dörte:

Musik, die mir gefällt, kann man sich aber nicht mit Kleinkindern anhören: Es sei denn, diese haben einen Gehörschutz. Daher sind wir zum Spielplatz und ich habe gefühlt stundenlang die Wasserpumpe bedient. Kein Fitnesstraining notwendig heute.

20 Juni 2025

Spaziergang zur Stoana-Alm

 

Wegweiser zur Stoana-Alm

Dass es gestern mit den Caches nicht so richtig geklappt, hat mich so unruhig schlafen lassen, dass ich noch vor dem Frühstück einen Ausflug mit der Bahn nach Rosenheim machte, um dort einen Cache für den Stadtkreis zu machen. Ich war rechtzeitig zu dem überreichlichen Frühstück zurück und hatte es mir redlich verdient!

Was für ein Frühstück!

Danach gingen wir zu Ditta und Jürgen, wo ich mit ein paar PC-Schwierigkeiten aufräumen durfte, insbesondere mit einer fehlerhaften Open Office Installation auf einem MacBook. Das ist nicht gerade mein Spezialgebiet, aber ich habe mich wacker geschlagen und meinen legendären Ruf als Problemlöser verteidigt. Daran, dass das Gehäuse des MacBooks vibriert, wenn das Netzgerät angeschlossen ist, konnte ich allerdings nichts ändern. Das scheint ein generelles Problem dieser Serie zu sein, was man vielleicht mit einem richtig geerdeten Netzteil beseitigen könnte,

Für den Nachmittag nahmen wir uns einen Ausflug zur Stoana-Alm vor. Die liegt in Österreich und so konnten wir nach Luxemburg erneut die Grenzübertritte mit abgelaufenem Personalausweis üben. Zum Glück wurden wir erneut nicht kontrolliert ...

Wir ließen das Auto etwa einen Kilometer vor der Alm stehen und gingen den restlichen Aufstieg zu Fuß. Dörte war fasziniert von dem Läuten der Kuhglocken und suchte zunächst vergeblich nach den dazugehörigen Kühen. Erst als wir um die nächste Ecke gegangen waren, konnten wir sie hinter einigen Bäumen erkennen.

Almkühe

Etwa 10 Minuten später erreichten wir die Alm auf einer Höhe von 1045 Metern. Dort gab es neben Radler und Bier auch Käsespätzle und frisch gebackenen Kuchen - alles sehr lecker. 

Die Stoana-Alm

Jürgen und Ditta wurden mit großem Hallo von der Bedienung begrüßt. Sie betrieb vor Jahren eine andere Alm in der Gegend, bei der Ditta und Jürgen Stammgäste waren. Leider hat diese andere Alm schon länger keinen Restaurantbetrieb mehr. Umso größer war natürlich die Freude über das unerwartete Wiedersehen.

Gegenüber von der Stoana-Alm hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf den Zahmen Kaiser.

Ausblick auf den Zahmen Kaiser

Auf dem Abstieg durfte ich dann noch einen ersten Cache in Tirol finden. Außerdem machten wir noch weitere Stops für Quarree-Speck (man, was duftete der lecker), Butter von der Biosennerei, Diesel Tanken (ist 10 Cent günstiger pro Liter als in Deutschland) und einen Krankenbesuch bei einer Katze in der Nachbarschaft (ist heute kastriert worden).

Wieder in Bernau angekommen haben wir nett geklönt und ein weiteres tolles Abendessen genossen: Saibling mit Kartoffeln und selbstgemachtem Meerrettichsalat. Für uns war es ein wunderschöner Besuch!

Anmerkungen von Dörte:

Mich hat man ausgelacht, weil ich den Namen der Alm "Stoana" genau wie Joana ausgesprochen habe. Dabei soll es irgendwas mit Stein zu tun haben. Das kann doch kein Mensch wissen, geschweige denn aussprechen!

19 Juni 2025

Radmuttern nachziehen in Luxemburg

Heute stand die Fahrt zu Dörtes Cousine am Chiemsee auf dem Programm. Doch vor dem Losfahren gab es ein Problem: Nach 50 km müssen am Auto bei neu montierten Rädern die Radmuttern nachgezogen werden! Wie und wo soll das geschehen an einem Feiertag in allen Bundesländern in erreichbarer Umgebung?

Dieser Zettel hing am Lenkrad

Zum Glück hatte Luxemburg keinen Feiertag, also sind wir zuerst in die falsche Richtung gestartet. Dabei sind wir noch Umwege gefahren, um die 50 km voll zu bekommen. Gut für mich, denn dadurch sprang ein Cache dabei heraus, mit dem das letzte fehlende Gradsegment in der Eifel erledigt wurde.
Nachteilig war aber, dass wir spät dran waren. Von den 9 weiteren vorbereiteten Caches steuerten wir deshalb nur 2 an, wobei einer vom Autobahnparkplatz gar nicht erreichbar war. Da ist noch Nacharbeit angesagt.

Insgesamt war die Fahrt am Feiertag aber sehr positiv: Keine LKWs, keine Staus und wenig Verkehr. Kurz nach 19 Uhr kamen wir bei Ditta und Jürgen an. Nach einem Begrüßungsdrink brachte uns Jürgen zu unserer Unterkunft in fußläufiger Entfernung.

Unsere tolle Unterkunft

Wenig später saßen wir dann zusammen beim tollen Abendessen, das Ditta gezaubert hatte: Es gab Curryhuhn mit Reis - sehr lecker.


Anmerkungen von Dörte:


Kurz darüber diskutiert, aber Jan durfte unser Zimmerfenster NICHT rot umkringeln!

18 Juni 2025

Cachen in der Eifel mit maximal 10.000 Schritten

Die Ansage von Dörte war ja deutlich: Auf keinen Fall mehr als 10.000 Schritte! Was macht man daraus? Da war doch noch diese Challenge, in jedem Gradsegment rund um den Mittelpunkt von Deutschland einen Cache zu finden. Drei von den fehlenden Segmenten gingen durch die Eifel und die waren mein heutiges Ziel.

Ich entdeckte den Bahnhof Dahlem, der genau auf der Grenze zweier unerledigter Segmente lag. Da wollte ich hinfahren und würde sicherlich auf beiden Seiten der Segmentgrenze einen einfachen Cache in erreichbarer Entfernung finden.


Ich hätte genauer planen sollen, dann hätte ich das Problem mit dem Schienenersatzverkehr zwischen Trier und Gerolstein vorher entdeckt. Und dass es mit der erreichbaren Entfernung nicht so einfach würde ebenfalls. 


Ich ging also ohne genauen Plan los und fuhr zum Bahnhof, wobei ich mir auf dem Weg ein paar Apfeltaschen als Proviant holte. Am Bahnhof suchte ich dann die Haltestelle für den Schienenersatzverkehr und stellte fest, dass der Bus allein bis Gerolstein 2 Stunden und 38 Minuten brauchen würde! Meine App zeigte mir eine Busverbindung in nur 1 Stunde und 33 Minuten, aber die würde nur alle 2 Stunden fahren. Diese war auf dem Fahrplan an der Haltestelle aber nicht angezeigt.


Ich lief hin und her am Bahnhofsvorplatz, entschied mich zwischenzeitlich für eine Alternativroute über Koblenz, verpasste diese aber und gab dem Schnellbus nach Gerolstein doch noch eine Chance. Als ich dann im Bus saß, hatte ich schon 3200 Schritte auf der Uhr.


In Gerolstein war der Anschluss zum Zug knapp, aber ich konnte ihn erreichen. Um 13:28 Uhr kam ich in Dahlem an und den südlichen Cache in etwa 1 km Entfernung konnte ich auch gut finden. Der nördliche Cache war aber mit 3,7 km deutlich jenseits der erlaubten Schrittzahl.

Eifelblick nahe beim ersten Cache

Die Lösung bestand darin, von Dahlem um 14:19 Uhr mit dem Zug nach Schmidtheim zu fahren. Von dort waren es nur 300 Meter bis zum Cache und ich hätte von 14:22 Uhr bis 14:38 Uhr Zeit, diesen Cache zu erledigen.


Leider musste ich 5 Minuten suchen und ich war schon ziemlich sicher, den Zug zurück zu verpassen. Der hatte allerdings 3 Minuten Verspätung und dadurch konnte ich doch noch mitfahren.


Der Nachteil war, dass ich in Gerolstein den schnellen Bus nach Trier verpasste. Jetzt sitze ich im langsamen Bus mit 9026 Schritten auf der Uhr. Wenn ich vorsichtig bin, sollte ich im vorgegebenen Soll bleiben ...


Anmerkungen von Dörte:


Brav!!

17 Juni 2025

Neue Reifen und Nussecken

Mit dem Shoppen wurde es heute noch nichts für Dörte, denn ihr ist gestern der Reifen auf der Autobahn geplatzt. Ich wusste ja gar nicht, dass es so schwer sein kann, einen neuen Reifen zu bekommen. Die Werkstatt, zu der unser Auto geschleppt wurde, hatte jedenfalls keinen passenden Reifen verfügbar. Das erfuhr Dörte aber erst heute früh.

Nach einigem Hin und Her konnte doch noch ein gebrauchter Sommerreifen in Erftstadt montiert werden und Dörte kam am späten Mittag hier in Trier an. Ich hatte währenddessen in Trier herumtelefoniert, wo wir 4 neue Allwetterreifen kurzfristig bekommen können. Mit etwas Glück klappt das noch vor Fronleichnam, wenn wir weiterfahren wollen.

Das Highlight des Tages waren daher heute die Nussecken, eine typisch Trierer Spezialität.

Leckere Nussecken!

Ansonsten habe ich mich mit Cache-Planung und Lesen beschäftigt, denn meine täglichen 10.000 Schritte wurden mir von Dörte explizit verboten. Obwohl mein Bein schon deutlich besser aussieht!

Meine Lektüre

Ob ich morgen wieder wandern darf, ist noch abhängig von weiteren ehelichen Verhandlungen.

Anmerkungen von Dörte:

Wenn die Wanderung sich auf maximal 10.000 Schritte beschränkt - inklusive der Schritte, die sonst den Tag über geleistet werden!! (jetzt überlegt er bestimmt, auf wie viele Klogänge er verzichten kann oder auf Gänge zum Kühlschrank um neue Cola zu holen...l)
Heute beim Frühstück fragte die (junge) Kellnerin, ob ich die Strecke von Hamburg in einem Stück gefahren sei und ob ich das nach dem Reifenplatzer alles alleine geregelt hätte - und das in meinem Alter!!  Laut Jan hat sein Computer keine Frustemojis, eigentlich überhaupt keine Emojis...

16 Juni 2025

Wanderverbot für 2 Tage

Wanderverbot für 2 Tage

Vermutlich vorgestern bin ich am rechten Unterschenkel von irgendetwas gestochen worden. Ich hatte es nicht gleich bemerkt, spürte aber im Verlaufe der letzten beiden Tage leichte Schmerzen am Schienenbein. Ich hielt es für eine Knochenhautreizung, wie sie beim Wandern ja mal vorkommen kann. Gestern Abend stellten wir dann fest, dass sich daraus eine Wundrose zu entwickeln drohte. Das kann ich mit der Vorgeschichte einer Endokarditis nun gar nicht brauchen und deshalb ging ich heute früh zum Arzt.

Ausdehnung der Wundrose um 21 Uhr gestern Abend

Der Arzt sprach ein Wanderverbot für 2 Tage aus, bis die Wundrose abgeklungen sei. Außerdem verschrieb er mir Antibiotika für 5 Tage und ich bekam einen Verband mit einem Extrakt aus ätherischen Ölen. Ich musste also nach dem Arztbesuch in eine Apotheke (für die Antibiotika) und eine Drogerie (für den Extrakt aus ätherischen Ölen). Das ist gar nicht so einfach im Stadtteil Olewig in Trier! Ich fuhr mit dem Bus zum Bahnhof, aber die Apotheke dort war noch geschlossen. Die nächste Drogerie war am Hauptmarkt.

Hauptmarkt in Trier

Das entwickelte sich schon fast zu einem Stadtrundgang, denn auf dem Weg zur Drogerie kam ich am Trierer Dom vorbei.

Trierer Dom

Ich musste etwas suchen, bis ich den mir bis dahin unbekannten Extrakt "Ritterspitz Äußerlich" endlich in dem Drogerie-Supermarkt gefunden hatte. Der nächste Anlaufpunkt war dann die Apotheke. Ich suchte mir eine in der Richtung auf die Porta Nigra aus, denn dort sollten an Werktagen tagsüber die Busse nach Olewig abfahren.

Porta Nigra in Trier

Die Apotheke lag etwas versteckt und bei der Suche nach dem Eingang kam ich an der umstrittenen Karl-Marx-Statue vorbei. Trier ist bekanntlich die Geburtsstadt von Karl Marx und zu dessen 200. Geburtstag am 5. Mai 2018 sollte eine Statue vor seinem Geburtshaus aufgestellt werden. Die Statue wurde von der Volksrepublik China geschenkt und war viel zu groß für den vorgesehenen Platz. Es gab viele Debatten über mögliche Standorte und darüber, ob man ein solches Geschenk überhaupt annehmen dürfe.

Karl-Marx-Statue

Ich löste mein Rezept bei der Apotheke ein und musste jetzt nur noch mit dem Bus zurückfahren. Aber mit dem Busverkehr in Trier ist das so eine Sache: Immer wieder werden Haltestellen einfach aufgehoben. Genau das passierte mit der zentralen Bushaltestelle an der Porta Nigra, denn es fanden Aufbauten für das Trierer Altstadtfest statt. Als Ersatz musste ich zur Konstantinbasilika laufen, was den Stadtrundgang fast komplett machte.

Konstantinbasilika

Petra erging es mit dem Wandern übrigens nicht viel besser als mir: Sie ist vorgestern Nacht auf der Treppe gestürzt. Das Wandern gestern hat zwar noch ganz gut funktioniert, aber am Ende hat ein Bein ziemlich weh getan. Es wird langsam besser, aber Ruhe ist auch bei ihr angesagt.

Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und am Nachmittag einen Kurzbesuch bei der nächstgelegenen Sehenswürdigkeit, dem Amphitheater, gemacht. Dort kam ich dann auch zu meinem täglichen Cache.

Amphitheater mit Weinbergen im Hintergrund

Das Theater wurde um 200 nach Christus gebaut und hat einmal knapp 20.000 Zuschauer gefasst. Interessant fanden wir auch die Kellergewölbe unter dem Arena-Boden, in denen man Reste von Hebebühnen aus dem dritten Jahrhundert gefunden hatte. 

Kellergewölbe unter der Arena

Wie geht es nun weiter? Wandern werden Petra und ich jetzt wohl zunächst nicht mehr. Dörte ist auf dem Weg hierher und morgen werden wir gemeinsam Trier erkunden. Oder Shoppen (das würde Dörte anmerken, wenn sie schon hier wäre ...)

15 Juni 2025

Wanderung von der Mosel an die Saar, Tag 3

Heute war es ein ähnliches Höhenprofil wie gestern: 7 km bergauf am Anfang und 7 km Abstieg am Ende. Der Unterschied war, dass dazwischen nur ein ebener Kilometer auf der Höhe war (statt 8 Kilometer wie gestern). Antje schlug vor, dass Petra sich ja die Bergaufstrecke mit dem Auto hochfahren lassen könne, ein Vorschlag, den Petra sofort annahm.

Kartendaten © 2025 GeoDasis DE/BKG (©2009), Google

Ich verließ das Haus also allein um 8:20 Uhr und fuhr mit Bus und Bahn nach Serrig. Um 9:30 Uhr konnte ich mit dem Aufstieg beginnen und um 11:20 Uhr sollte ich Petra oben an der Kreuzung mit der Landstraße treffen. Antje würde sie dort hinfahren.

Im Ort Serrig stolperte ich über ein hübsches Schild, aus dem ich erfuhr, dass Serrig mit der Stadt Preetz in Ostholstein befreundet ist. Ich konnte im Internet nichts über eine Städtefreundschaft finden, aber es gibt in Preetz einen Serrig-Weg und der Musikverein Serrig hat schon zwei Konzerte anlässlich von Jubiläen des Preetzer Sportvereins gegeben.

Städtefreundschaft Serrig-Preetz

Der Aufstieg begann steil und ich kam an Pferdeweiden vorbei. Da musste ich natürlich gleich an die heutige Pferdesegnung denken, aber die beiden Fohlen auf der Weide schienen nicht dafür ausgewählt worden zu sein.

Stute mit zwei Fohlen

Der Weg ging über offene Felder, aber es war bewölkt und daher nicht so eine Strapaze wie gestern. Nach einem ebenen Kilometer wurde es dann wieder steil und es wurde doch noch anstrengend. Nach 5 Kilometern machte ich eine kurze Pause und dann ging ich die letzten 150 Höhenmeter an. Ich war etwa 15 Minuten zu spät am Treffpunkt, wo Petra schon auf mich wartete.

Ein ganzes Meer von Fingerhut

Inzwischen hatte es angefangen zu regnen, aber es war nur ein leichter Nieselregen. Damit kamen wir gut zurecht und der Abstieg verlief problemlos. Es war sogar sehr schön, durch diesen leicht verregneten Wald zu gehen: Die verschiedenen Grüntöne sahen toll aus und das Murmeln des Baches neben unserem Weg passte wunderbar dazu.

Wandern durch den verregneten Wald

Das Highlight der Wanderung war der Aussichtspunkt am Vogelfelsen. Das war ein fantastischer Blick und ein toller letzter Rastpunkt. Wir konnten von oben schon den Bahnsteig identifizieren, auf dem wir zurückfahren würden. Von oben sah es aus wie eine Modelleisenbahn!

Vogelfelsen, die beste Schutzhütte im Hunsrück

Der Abstieg wurde dann am Ende doch noch steil und wir haben den direkten Zug nach Trier um etwa 50 Sekunden (!) verpasst. Mit einer Umsteigeverbindung sind wir dann aber doch noch vor 16 Uhr wieder bei Antje angekommen.

Wir genießen unsere letzte Rast des Tages