14 Juni 2025

Wanderung von der Mosel an die Saar, Tag 2

Heute war laut Plan der anstrengendste Tag der sechstägigen Wanderung: 22,6 km und über 400 Höhenmeter bergauf. Dazu war ein schwülheißes Wetter mit Temperaturen bis zu 30 Grad angesagt. Die Strecke führte vom Bahnhof Wiltingen zum Bahnhof Serrig und gliederte sich in 3 Teile: 7 km Anstieg, 8 km fast ebener Weg auf einer Höhe von ca. 500 Metern über NN und 7 km Abstieg. 

Kartendaten © 2025 GeoDasis DE/BKG (©2009), Google

Mein erster Gang nach dem Start war natürlich die "Verbindungsherstellung". Die Wanderstrecke soll ja zusammenhängend sein und gestern haben wir die Wanderung auf Gleis 3 beendet, während wir heute auf Gleis 1 angekommen sind. Leider muss man dazwischen etwa 500 Meter laufen, aber das musste nun mal sein. Jeder hat so seinen Spleen, oder?

Extraschritte für den Besuch von Gleis 3

Eine gute Tat vollbrachten wir heute auch: Wir entdeckten eine Blindschleiche auf dem Weg, die sich sonnte. Und sie drohte von dem herankommenden Traktor totgefahren zu werden! Ich habe sie mit meinem Wanderstock angestupst und sie ist ins sichere Gras geflohen.

Blindschleiche auf dem Weg

Natürlich musste ich auch wieder meinen täglichen Geocache finden. Die erste Suche brach ich ab, weil es einfach zu viele Brennnesseln und zuviel Dornengestrüpp gab. Die zweite Gelegenheit war dann ein Wegekreuz mit einem Cache. Passenderweise war der Name des Caches "Quickie".

Wegekreuz mit Cache

Angesichts der langen Strecke hatten wir in der Nähe von Vierherrenborn eine Bushaltestelle als Ausstiegspunkt identifiziert, falls wir die gesamte Strecke bei der Hitze nicht schaffen würden. Die Bergaufstrecke führte auf den ersten vier Kilometern durch Weinberge und damit durch die pralle Sonne. Das schlauchte uns beide extrem und Petra hat dann zur Mitte des Anstiegs schon für sich entschieden, die Wanderung abzubrechen. Das klappte gut: Per Anhalter in das Dorf Oberemmel und dann mit Bus und Bahn zurück nach Trier. Sie war schon vor 12 Uhr wieder bei Antje.

Aussicht auf Oberemmel

Ich lief weiter und war zuversichtlich, die Gesamtstrecke zu schaffen. An einem Aussichtspunkt gab es endlich auch einmal eine Bank und ich habe eine ausgiebige Frühstückspause gemacht, um mich von der Anstrengung des Anstiegs zu erholen. Es ging danach noch zwei weitere Kilometer bergauf, aber es war nicht mehr so steil und es gab meistens Schatten.

Den Schatten gab es aber nicht überall, der Höhenweg führte auch über Felder und durch Wälder, die erst wieder aufgeforstet werden müssen. Mittagspause machte ich in Vierherrenborn, wo man auf einer Art Festplatz die Pferdesegnung für morgen vorbereitete. Das scheint auch ein lokales Volksfest zu sein ...
Morgen gibt's hier eine Pferdesegnung

Der Abstieg ging zunächst durch ein langes bewaldetes Bachtal, als es anfing zu regnen. Ich benötigte meine Regenjacke allerdings nicht, weil mich das Blätterdach genügend schützte. Zum Schluss ging es dann wieder durch Weinberge bis ich Serrig erreichte. Zurück ging es mit der Bahn und um 16:30 Uhr war ich wieder bei Antje.

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