26 September 2025

Wieder zuhause

Heute war ein anstrengender Reisetag: Wir sind um 10 Uhr in Trier losgefahren und erst gegen 20:30 Uhr im Dunkeln in Reinbek angekommen.Unterwegs haben wir nach meinem Plan sieben Caches aufgesucht, aber der Zeitbedarf hat nicht gestimmt. Im Wesentlichen wurden wir durch Staus bei Köln, Wuppertal, Dortmund und Bremen aufgehalten. Da können schnell mal 90 Minuten verloren gehen.

Unsere Reise zu den britischen Inseln

Wir sind mit unserer Reise sehr zufrieden,  denn wir haben viel gesehen und erlebt. Die Erinnerung an frühere Besuche in England, Schottland, Isle of Man und Irland ist gelungen: Manches ist jetzt ganz anders als vor Jahrzehnten, aber umso größer ist die Freude, wenn man etwas wiedererkennt. Wie z. B. die Horse-Tram in Douglas oder das historische Gefängnis in Dublin.

Mit der täglichen Berichterstattung pausiere ich jetzt erst einmal. Aber ein bisschen passiert dieses Jahr ja doch noch, ich sage nur: Wir haben noch keinen Cache in Belize gefunden!

Anmerkungen von Dörte:

Und keine Anmerkungen mehr von mir. Nur so viel: Nach Jans Plan hätten wir 18.51 Uhr in Reinbek ankommen sollen! Ich habe mich bemüht.....

Der Plan von Jan

Karte:

25 September 2025

Wanderung Erbringen - Sarwellingen

Heute war das Wandern angenehmer, denn es war nicht so regnerisch. Die ersten Stunden waren wirklich trocken mit klarer Sicht. Da konnte man auch mal einen Ausblick genießen.

Klare Sicht

Leider war der Weg heute sehr Asphalt-lastig. Es waren zwar landwirtschaftliche Wege mit sehr wenig Verkehr, aber Waldwege - und seien es auch "Forstautobahnen" - hätten mir besser gefallen.

Asphaltwege

Highlight heute war der Berg Litermont. Ich hatte vorher noch nichts von diesem Berg gehört. Tatsächlich ist die Aussicht vom Gipfel beeindruckend, man kann bis weit nach Frankreich hineingucken. Hier oben ist ein Gipfelplateau mit Vulkanfelsen und es gibt einen Erlebnispfad für Kinder. Und einen Friedwald - irgendwie ist das eine komische Mischung.

Gipfelfoto auf dem Litermont

Heute musste ich auch viel weniger Anstiege bewältigen, dadurch fiel mir das Wandern viel leichter. Beim letzten Anstieg wurde ich noch mit einem schönen Fotomotiv belohnt - der Steinberggrotte. Nein, das ist keine Höhle, sondern ein Heiligenbild. 

Steinberggrote Nalbach

Mit dieser Wanderung habe ich ein Loch in meinem Netzwerk von Mehrtageswanderungen geschlossen. Zwei Löcher gibt es aber noch: Aachen -Trier mit dem Eifelsteig (15 Etappen) und Zweibrücken - Deutsches Weintor (4 Eappen). Aber Dörte sagt, das soll ich erst im nächsten Jahr angehen.

Morgen werden wir uns auf den Weg nach Reinbek machen.

Anmerkungen von Dörte:

Seetag 2 für mich - nur noch 7 Perry Rhodan im Rückstand.

Karte:

24 September 2025

Wanderung Saarhölzbach - Erbringen

Heute habe ich die Mehrtageswanderung fortgesetzt, die ich im Juni abbrechen musste. Drei Wandertage waren noch über, jetzt habe ich die Strecke auf zwei Wandertage verteilt. Morgen soll es also weitergehen. War das Wetter dafür ideal? Sicherlich nicht, denn gestern und heute war Starkregen angesagt. Aber manchmal muss man nehmen, was man kriegen kann. Die Gelegenheit, die Wanderung zu vervollständigen, wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Regen, aber Wege waren noch nicht überflutet

Ich folgte dem Saar-Mosel-Weg, der sogar ausgeschildert war, obwohl die Beschilderung laut Saarwald-Verein seit 2019 nicht mehr gepflegt werden sollte. Die Ausschilderung war aber nicht immer zusammenpassend zu dem Track, den ich nach der OSM-Wanderkarte vorbereitet habe. Ich sollte mal meine OSM-Karten aktualisieren, denn ich habe dem vorbereiteten Track mehr vertraut als den Schildern. Auf einer Strecke von etwa 600 Metern habe ich das sehr bedauert, denn der alte Weg war schwer überwuchert.

Ausschilderung Saar-Mosel-Weg

Da es Dauerregen gab, habe ich die überdachten Pausengelegenheiten konsequent genutzt: Eine Kapelle in einem Ruheforst, ein Selbstbedienungskiosk und eine überdachte Terrasse eines geschlossenen Restaurants.

Mittagspause unter dem Vordach eines SB-Kiosks

Die letzten 90 Minuten der Wanderung war es dann doch tatsächlich trocken! Es klarte sogar etwas auf und die Aussicht bestand nicht nur aus Nebel.

So machte es dann doch noch Spaß!

Was sich heute ganz toll bewährt hat, sind die Cacher-Handschuhe, die ich von Beke und Stefan bekommen habe. Eigentlich sollten sie ja nur verhindern, dass ich beim Cachen Dornen in die Hand bekomme. Aber bei Mistwetter halten sie auch warm und man kann das Smartphone damit bedienen!

Anmerkung von Dörte:

Heute war Seetag!

Karte:

23 September 2025

Fahrt nach Trier im Regen

Heute gibt es nicht so viel zu berichten, wir sind den ganzen Tag über durch den Regen gefahren, um von Massy nach Trier zu kommen. Dörte fand es extrem anstrengend, weil manchmal noch Nebel dazu kam.

Regen, Regen und nochmal Regen

Ich war mit dem Tag trotzdem sehr zufrieden, weil ich Caches in sieben neuen Departements gefunden habe: Seine-Saint-Denis, Seine-et-Marne, Aisne, Marne, Meuse, Meurte-et-Moselle und Moselle.

Der blaue Deckel hat den Cache verraten ...

Anmerkungen von Dörte:

Ich habe nie gewusst, dass man vom Autofahren eine Blase an der Hand bekommen kann!

Karte:

22 September 2025

Notre-Dame und Île Saint-Louis

Wir haben den Tag heute genutzt, um die nach dem Brand von 2019 inzwischen wieder eröffnete Kathedrale Notre-Dame anzusehen. Man kann wirklich sagen, dass sie in neuem Glanz erstrahlt.

Kathedrale Notre-Dame

Im Vorfeld haben wir versucht, Tickets online mit einem Timeslot zu reservieren, aber das funktioniert nicht. Der Eintritt ist frei und man muss sich einfach vor der Sicherheitskontrolle anstellen. Das dauerte dann bei uns etwa 25 Minuten und fühlte sich ein wenig an wie am Flughafen. Die Kontrolle war aber im wesentlichen nur eine Taschen- und Rucksackkontrolle und ging zügig voran.

Das Hauptschiff

Die Kirche ist innen sehr hoch, das fällt sofort auf. Die Farben sind alle frisch und kräftig nach der Restaurierung. Ich merkte das besonders an den bemalten Holzschnitzereien an der Außenseite des Chores. 

Abendmahlszene an der Außenseite des Chores

In manchen Seitenkapellen ist neben restaurierten alten Kunstwerken auch zeitgenössische Kunst zu sehen. Ein interessanter und meiner Meinung nach passender Ansatz.

Neue und alte Kunst in einer Seitenkapelle

Nach dem Verlassen der Kathedrale sind wir an der Baustelle der Renovierung der Seitenfassade vorbeigegangen. Der gesamte Baustellenzaun ist mit großen Informationstafeln über die Restaurierung nach dem Brand versehen. Man kann das im Internet nachlesen, sehr interessant!

Infotafeln zur Restaurierung am Baustellenzaun

Weitere Pläne hatten wir vorher nicht gemacht und daher entschlossen wir uns spontan, doch einmal dahin zu gehen, wo man jetzt wieder in der Seine schwimmen kann. Da waren wir aber zu spät, denn der Betrieb lief nur bis zum 31. August. Von Badebetrieb war nichts mehr zu sehen.

Kein Badebetrieb mehr in der Seine

Also guckten wir nach Caches und siehe da, auf der Île Saint-Louis gab es viele Orte, zu denen uns Adventure Labcaches etwas erzählen konnten. Die  Île Saint-Louis ist die Nachbarinsel der Insel, auf der Notre-Dame steht. Ursprünglich waren es sogar einmal zwei Inseln, die später durch das Zuschütten eines Seine-Armes verbunden wurden. Die Liste der Leute, die auf dieser Insel gelebt haben, liest sich  wie ein Who is Who in Frankreich. Wir haben unter anderem die Häuser von Marie Curie, Georges Pompidou und Charles Baudelaire gesehen. Von wem ich aber noch nie etwas gehört hatte war Raymond Berthillon. Viele hielten ihn für den besten Speiseeis-Hersteller der Welt. 

Eisgeschäft Berthillion - heute leider geschlossen

Und jetzt sahen wir es: Alle Restaurants und Cafés in der Gegend werben damit, dass sie Eis aus dem Hause Berthillon anbieten. Da musste Dörte bei einer Pause in einem Café dieses Eis dann auch mal probieren. Sehr lecker!

Kuchen mit Eis von Berthillon

Er soll allerdings auch Geschmackssorten wie Gänseleberpastete angeboten haben. Ob Dörte das auch geschmeckt hätte? Wir haben es nicht ausprobiert. Genauso wenig wie einen Turmaufstieg bei Notre-Dame. Seit drei Tagen ist das wieder möglich und wir haben es leider erst beim Aufbruch zurück nach Massy festgestellt. Es wird ja nicht unser letzter Besuch hier gewesen sein!

Wir kommen wieder!

Anmerkungen von Dörte:

Eigentlich ist es so gewesen, dass ich Jan allein habe cachen lassen, während ich gemütlich draußen am Ufer der Seine mit meinem Kaffee in der Sonne saß. Habe mich aber auf Vanilleeis beschränkt. Diese experimentellen Sorten sind nichts für mich. 

Habe dabei interessiert die Diskussion am Nachbartisch verfolgt, wieviel Geld man für ein Hochzeitskleid ausgeben können solle. Da traf die Meinung „lieber ein preiswertes Abendkleid“ auf „DER Tag deines Lebens, 3.000 Dollar“. War eine lebhafte Diskussion, aber ohne Einigung. 

Alles wäre supergut gewesen. Nur der Akkordeonspieler konnte lediglich den Anfang eines bestimmten  Liedes spielen. Dafür, dass er diesen Teil immer wiederholte, war er erstaunlich schlecht. Übung hilft halt nicht immer. 

Karte:

21 September 2025

LeShuttle

LeShuttle ist der Markenname für den Autozug durch den Eurotunnel. Wir haben ihn heute zum ersten Mal benutzt und waren gespannt, wie sich das anfühlt.

Einfahrt zum Terminal von LeShuttle

Wir hatten für den Zug um 14:36 Uhr gebucht und beim Checkin-Automaten wurde uns angeboten, schon um 12:54 Uhr zu fahren. Das haben wir natürlich wahrgenommen. Man wird zunächst auf einen großen Parkplatz geleitet, wo man auf einer Anzeigetafel sehen kann, ob bei seinem vorgesehenen Zug schon "Proceed" steht. Erst dann darf man weiterfahren und kommt zunächst zur britischen Passkontrolle, danach zu einem Sicherheitscheck und schließlich zur französischen Passkontrolle. Dafür sollte man schon 20-30 Minuten einplanen. Zur Laderampe ging es danach ganz schnell.

Laderampe

Als Dörte aufgefordert wurde, aufs obere Deck zu fahren, zuckte sie ein wenig zusammen. Die Dame an der Laderampe war freundlich und ließ uns auch ins untere Deck fahren. Vor der Zugfahrt werden die einzelnen Waggons voneinander getrennt durch hereingeklappte Türen und ein Rolltor aus Metall.

Bereit zur Abfahrt

Während der Fahrt bleibt man im Auto sitzen, darf aber auch aussteigen und auf dem Randstreifen spazieren. Sogar Toiletten gibt es. Die Fahrt dauert ca. 35 Minuten und in Calais wird man nicht mehr kontrolliert. Es geht also schnell auf die Autobahn. Gefühlt ist das ein sehr schneller und effizienter Prozess und nur wenig teurer als eine Fährüberfahrt.

Natürlich haben wir heute auch gecacht: In den Grafschaften Surrey und Kent sowie den Departements Pas-de-Calais, Somme, Oise und Val d'Oise. Pas-de-Calais war ein Beifang, denn dort hatte ich 2014 schon mal ein paar Caches gefunden, aber die anderen Grafschaften und Departements waren bisher von mir "unbecacht". Also: Ein erfolgreicher Cache-Tag.

Gegen 19:30 sind wir bei Carola, Josie und Leo in Massy angekommen. Die Wiedersehensfreude war groß und wir werden noch einen Tag hierbleiben.

Anmerkungen von Dörte: 

Fallen auch heute aus.

Karte:

20 September 2025

Chichester

Heute haben uns Peter und Pauline Chichester gezeigt. Durch diese Stadt sind wir zwar vor drei Tagen schon einmal durchgefahren, haben aber außer am Superstore nirgendwo gehalten. Im Zentrum der Stadt steht das wunderschöne Chichester Cross, eine Art kleine Markthalle. Ein Kreuz ist nicht wirklich zu sehen, aber es steht an der Kreuzung der vier bedeutendsten Straßen im Mittelalter: East Street, South Street, West Street und North Street. Das kann man sich gut merken!

Chichester Cross

An der West Street steht die mächtige Chichester Cathedral. Sie ist so groß, dass es schwer ist, sie in Gänze zu fotografieren.

Chichester Cathedral

In der Kathedrale fand ein Gottesdienst statt, der auch gefilmt wurde. Vermutlich wurde jemand in sein Amt eingeführt. Für uns war das gut, denn wir konnten Orgelmusik und Chorgesang genießen.

Kathedrale von innen

Besonders aufgefallen ist Pauline und mir das Arundel Grab. Es ist der steinerne Sarg von Richard Fitzalan, einem Earl of Arundel und seiner Frau. Ihre steinernen Nachbildungen auf dem Sargdeckel halten sich gegenseitig an der Hand und zu ihren Füßen liegen ihre Hunde. Darüber gibt es auch ein bekanntes Gedicht.

Das Arundel Grab

Der große Turm der Kathedrale ist errichtet über dem Kreuzungspunkt von Quer- und Längsschiff. 1861 ist er zusammengefallen, ohne dass es Todesopfer gegeben hat. Anders als bei der Kathedrale in Ely hat man ihn innerhalb von 5 Jahren an der selben Stelle wieder aufgebaut. Es ist der dritthöchste Turm einer Kathedrale in England und der einzige, der von der See aus sichtbar ist.

Turm der Kathedrale

Nach dem Kathedralenbesuch haben wir einen Adventure Labcache in der North Street beendet und Peter und Pauline haben uns zum Lunch in ein nettes Restaurant eingeladen. Tolle Atmosphäre und sehr lecker!

Fußgängerzone von Chichester am Samstag

Natürlich haben wir Peter und Pauline auch das Geocaching gezeigt. Immerhin gibt es bei Ihnen im Umkreis von einer Meile schon mal 56 Geocaches zu finden! Ich glaube aber nicht, dass das ein neues Hobby für die beiden wird …

Am Abend haben die beiden uns dann ganz stolz eine Folge von BBC Countryfile über ihren Ort Storrington gezeigt: In diesem Jahr ist dieses Dorf als Europas Storchendorf ausgezeichnet worden. Es gab hier sogar ein Storchenfestival und in einer kurzen Szene konnten wir Peter entdecken.

Anmerkungen von Dörte:

Fallen heute mal aus.

Magnet:

Karte:

19 September 2025

Arundel und Besuch bei Freunden

Wir sind inzwischen schon gefühlt auf der Rückfahrt: Wir besuchen jetzt Freunde von unserer Kreuzfahrtreise mit der Queen Victoria und werden anschließend  noch Familienbesuche machen, bevor es zurück nach Reinbek geht. Heute gab es aber noch einmal ein Castle vom Allerfeinsten: Arundel Castle!

Arundel Castle

Es ist immer noch ein "Family Home", wie uns die Aufpasser in den Räumen immer wieder versicherten. Hier lebt die Familie des Duke of Norfolk, der gleichzeitig Earl Marshal ist. In dieser Rolle ist er der Zeremonienmeister für Krönungen und Staatsbegräbnisse. Es gab eine Vitrine mit Einladungen zur Krönung von Charles und Camilla.

Aufgang zum Castle Keep

Das Castle ist riesig und es bleibt genügend Platz für privat abgesperrte Räumlichkeiten. Wir konnten z.B. nur 6 der 23 Schlafzimmer sehen. Besonders beeindruckend waren die Windsor Suite und das Schlafzimmer, welches für einen Besuch von Queen Victoria und Prince Albert extra gebaut wurde. Man hat es erst in den letzten Jahren restauriert und seit Juni kann man es wieder bewundern. Interessant fanden wir die Treppen, um ins Bett zu steigen. Und dass in der obersten Treppenstufe ein Nachttopf versteckt war!

Schlafzimmer von Queen Victoria

Der Ballsaal und das Esszimmer waren besonders beeindruckend. Erst vor 3 Wochen wurde hier eine Hochzeit in der Familie gefeiert.

Ballsaal

Esszimmer

Arundel Castle übertrifft alle anderen Castles, die wir auf unserer Tour gesehen haben, bezüglich der Anzahl der Räume, die man besichtigen kann. Dazu kommt dann noch der mittelalterliche Teil der Burg, bei dem Szenen aus Zeiten der Belagerung nachgestellt waren. Vieles war auf Informationstafeln ausführlich erklärt.

Der mittelalterliche Teil der Burg

Schließlich gab es noch einen wundervollen Garten zu bestaunen, der 2008 von Prince Charles, dem damaligen Prince of Wales eingeweiht wurde.

Im Collector's Earl Garden

In der zentralen Achse des Gartens gibt es Wasserspiele, dann eine riesige gepflegte Rasenfläche (in der Saison wohl mit einem Irrgarten aus Blumenbeeten drauf) und am Ende einen Minipalast mit Springbrunnen, auf dem sich eine Krone dreht.

Wasserspiele

Von Arundel sind wir etwa 30 Minuten mit dem Auto nach Storrington gefahren, wo wir herzlich empfangen wurden. Es war eine große Freude, Peter und Pauline wiederzusehen. Sie leben in einem großzügigen Haus, wo wir ein tolles Gästezimmer für uns haben.

Anmerkungen von Dörte:

Die Größe dieses Schlosses ist ziemlich überwältigend. Nur so zur Veranschaulichung: Unser Haus würde in den Saal mindestens zweimal ganz bequem reinpassen. Mit Auffahrt und Garten. 

Funfact: Es gibt 65 Klos im Schloss (die für die Touris nicht mitgezählt). Man erkennt sie - ganz diskret - an dem etwas helleren Holz der Türen! 

Auch Funfact: Queen Victoria hat auf fünf etwas dünneren Matratzen geschlafen - also übereinander. Sie mochte offensichtlich das Einsinken in ein weiches Bett. 

Die Bediensteten werden Weihnachten übrigens alle eingeladen. Im Ballsaal werden beide riesigen Kamine angemacht, Mylady schmückt den Tannenbaum und es gibt Punsch. Das hat mir die für den Raum zuständige Aufsichtsperson durchaus stolz erzählt. (Klatsch: Es gibt jetzt ja wieder eine Mylady, der Duke hat nach seiner Scheidung neu geheiratet. Shocking: Das in der führenden katholischen Familie des Landes!)

Was hat mir der Wächter an der Zugbrücke erzählt? Beim Sturm letzte Woche musste dieser Eingang geschlossen werden. Da stehen zu viele Kastanien und es wurden Menschen von den harten stacheligen Früchten durchaus schmerzhaft getroffen 🤕

Magnete:


Karte:

18 September 2025

Geocaching mit dem Zug

Alles Grün in Großbritannien!

Heute bin ich mit dem Zug unterwegs gewesen, um jeweils einen Cache in den drei Regionen zu finden, die wir nicht mit dem Auto anfahren. Das hat ganz gut geklappt, denn Brighton bzw. die Vorortstation Preston Park sind direkt an London angebunden.

Station Preston Park nahe beim Hotel

Inzwischen kann man auch mit dem Zug durch London durchfahren, d. h. das erste Ziel Luton (East of England, nördlich von London) konnte ich sogar erreichen ohne umzusteigen. Dort habe ich aber meiner eigenen Vorbereitung nicht getraut und mich gleich für den Reservecache entschieden, der 1,5 km entfernt am Fußballstadion lag. Dieser Cache wollte sich aber nicht finden lassen. Darauf bin ich mit dem Bus zum Bahnhof zurückgefahren.

Bus auf eigener schienenähnlicher Spur

Der Cache 100 Meter neben dem Bahnhof war dagegen sofort zu finden! Den hätte ich mal zuerst probieren sollen! Inzwischen hing ich schon eine Stunde hinter dem Zeitplan hinterher, ungefähr zu gleichen Teilen durch Verspätung, eigene Blödheit und knapp verpasste Züge.

Ausfälle und Verspätungen gibt's in England auch

In Wellingborough (East Midlands) fand ich den Cache an der Kirche nach kurzer Suche problemlos. Schnell ging's zurück zum Bahnhof und ich erwischte noch den Zug, weil er etwas Verspätung hatte. Eine halbe Stunde wieder aufgeholt!

Kirche St. Mary in Wellingsborough

Auf dem Rückweg bin ich im Bahnhof St. Pancras ausgestiegen, um auch einen Cache in Greater London zu machen. Dort hatte ich zwar schon Caches gefunden, aber nicht während dieser Reise. Der Cache war ein Virtual, bei dem man nur ein Foto von sich machen musste mit dem Schild vom Harry-Potter-Bahnsteig.

Beweisfoto ffür den Virtual Cache vor Bahnsteig 9 ¾

Für ein schönes Foto mit Zauberstab und Schal hätte ich mich 30 Minuten anstellen müssen (kostenlos, ist Werbung vom Harry-Potter-Shop), was Dörte sicherlich gemacht hätte. Das kann sie ja beim nächsten Besuch in London machen. Ich bin dagegen gespurtet und habe eine weitere halbe Stunde aufgeholt. Jetzt sitze ich im Zug schon südlich von London und werde vermutlich pünktlich ankommen.

Nachtrag: 

Ich war noch vor 17 Uhr zurück und habe mich mit Dörte am Pier getroffen. Der Pier in Brighton ist schon etwas Besonderes, er ist 525 Meter lang! Damit ist er zwar nicht der längste in UK, aber immerhin auf Platz 5. Der längste Pier ist übrigens in Southend - er ist mit 2,16 km der längste Vergnügungspier der Welt. 

Vergnügungspier in Brighton

Als ich ankam. waren die Spielhallen allerdings alle schon geschlossen. Also gab es nur ein paar Erinnerungsfotos, bevor wir im Pub zu Abend gegessen haben.

Blickduell mit einer Seemöwe

Auf dem Weg zum Hotel haben wir dann noch den passenden Platz gefunden, um den Royal Pavilion von außen zu fotografieren. Leider wurde es aber schon etwas dunkel.

Royal Pavilion

Anmerkungen von Dörte:

Ich hab den Tag genutzt, um zunächst mal Wäsche zu waschen. Ein Itzepalvelupesula (komischerweise das einzige Wort auf Finnisch, das ich drauf habe. Bedeutet Waschsalon) war schnell gefunden. Mit der Dame, die dort aufpasst und Tokens verkaufte, kam ich prima ins Klönen über Ereignisse, die so in Waschsalons passieren. Meine Geschichte vom Kreuzfahrtschiff mit der Schokolade im Trockner kam gut an. Das hatte sie noch nicht. 

Danach bin ich in die Stadt gefahren, um das tägliche Castle anzusehen. Diesmal war es der Royal Pavilion - außen indisch, innen chinesisch. George IV hat ihn in Auftrag gegeben. Königin Viktoria hat ihn später an die Stadt verkauft, weil sie genervt war von der Lage mitten in der Stadt. 

mit moderner „Kunst“ auf dem Tisch

Bin dann noch zum Pier und habe NICHT gespielt!! Vielleicht ganz gut so. Habe einen richtigen Streit mitbekommen. Ein Mann in den 20ern hatte wohl längere Zeit an den Schiebern gespielt und fast einen glitzernden Schlüsselanhänger gewonnen. Während er neues Kleingeld holte, hat eine Frau an Seinem! Spieltisch nur vier Münzen investiert und das Glitzerding fiel! Das gab ein Riesentheater, als er zurückkam! 

Karte: