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| Nur 723 Meilen bis Reinbek! |
Heute war die Südwestspitze Englands das Thema, zunächst sind wir nach Land's End gefahren. Da war viel Trubel und wir sind froh, dass wir da nicht schon im August waren, denn dann sind bestimmt doppelt so viele Leute da gewesen. So ging es noch einigermaßen und wir mussten nur etwa 30 Minuten auf das Foto mit dem berühmten Schild warten. Besonders beeindruckend war es, wenn die Wellen gegen Longships Lighthouse krachten, den Leuchtturm, der etwa 1,5 Meilen vor der Küste auf einer Insel steht.
Es gab hier eine Reihe von Touristenattraktionen, die eher für Familien mit Kindern gedacht waren. Das war nichts für uns. Wir sind an den Klippen entlang gelaufen und haben viele Fotos gemacht. Natürlich bei jedem Wetter, es gab bei starkem Wind wieder schnellen Wechsel zwischen Sonne und Regen.
| Beeindruckende Klippen |
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| Erstes und letztes Haus |
Trotz des Trubels hat es uns gut gefallen und als Sahnehäubchen habe ich hier auch noch einen Cache gefunden. Weiter ging es zum Cape Cornwall, nur 7 Kilometer entfernt, was aber laut Google Maps 25 Minuten dauern sollte. Wir brauchten deutlich länger, weil wir zunächst ein falsches Ziel eingegeben hatten (man muss zusätzlich "car park" eingeben!). Auf dem letzten Stück der einspurigen Straße musste Dörte dann noch 100 Meter steil bergauf das Auto zurücksetzen, um den Gegenverkehr vorbeizulassen.
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| Vielleicht hätte ich den Küstenpfad nehmen sollen! |
Der Weg hat sich aber gelohnt! Jetzt gab es eine ganze Stunde lang Sonnenschein und die Wellen waren gefühlt noch stärker. Dazu gab es ein fantastisches Türkisblau des Meeres!
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| Türkisblaues Meer |
Auf dem Gipfel des Hügels steht ein Schornstein einer alten Mine, der als Denkmal für den Bergbau dort aufgestellt ist. Wir sind dort hochgekraxelt und haben die Aussicht genossen.
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| Auf dem Gipfel |
Als wir wieder unten waren, bestand Dörte darauf, noch einmal möglichst nahe ans Wasser zu gehen. Dabei gingen wir um den Hügel herum und entdeckten eine Treppe, die hoch zu einer Beobachtungsstation der National Coastwatch führte. Hier arbeitete Clive, der uns von seinen Aufgaben berichtete.
| Clive von der National Coast Guard |
Früher waren diese Beobachtunsposten alle zur Überwachung der Außengrenzen da. Mit dem Beitritt zur EU hat das an Bedeutung verloren und die Posten wurden nicht mehr besetzt. Wenig später kamen zwei Fischer ums Leben, die direkt vor einem solchen Beobachtungsposten mit ihrem Boot verunglückten. Das war der Anlass zur Gründung einer Stiftung zur Instandhaltung und zum Weiterbetrieb der Beobachtungsposten. Der Wachdienst wird von Freiwilligen übernommen und ihre Aufgabe ist es, bei Vorfällen die Küstenwache mit ihren Rettungsbooten zu alarmieren.
| Der Beobachtungsposten |
Ansonsten habe ich mich heute etwas um mein defektes Smartphone gekümmert: Es ist noch Garantie drauf und ich muss es daher in Deutschland einschicken. Aber ohne Kommunikationsmöglichkeit ist es blöd, wenn man sich mal aus den Augen verliert. Und wenn Dörte im Foto-Modus ist, dann kann das blitzschnell passieren! Ich habe also recherchiert und wir haben heute früh ein preiswertes Ersatz-Smartphone gekauft. Hurra, ich kann wieder selbst fotografieren!
Anmerkungen von Dörte:
Ich habe Clive gefragt, ob er eine seemännische Ausbildung habe. Hat er nicht - aber eine schöne Uniform hat er trotzdem 😉.
Er schätzte übrigens, dass die Wellen hier so bis vier Meter hoch waren. Es war ja noch kein Sturm. Naja, auf der Klippe habe ich tatsächlich akute Angst bekommen, runtergeweht zu werden (was eigentlich Quatsch war, weil der Wind landeinwärts wehte). Mein Unbehagen war wohl so offensichtlich - hmm, ich hab mich am Gras festgekrallt - dass mir ein Mann seine Hand angeboten hat. Das war super, da konnte ich mich an seiner Hand festkrallen. 😂
Auf diesem Wege noch schöne Grüße an Conni und Jens, die Halstenbeker, die mit uns zusammen in der Fotoschlange gewartet haben. Die Beiden haben heute Silberhochzeit.
Karte:





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