Die Stadt besitzt eine intakte vollständig erhaltene Stadtmauer, sicher eine der schönsten in Europa. Sie wurde dreimal belagert, aber nie eingenommen. Die längste Belagerung dauerte 105 Tage von April bis August 1689. In der Stadt saßen die Protestanten und vor den Mauern die Truppen von James II, der Katholik war.
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| Auf der mächtigen Stadtmauer |
Ich habe eine Stadtführung mitgemacht, die zum großen Teil auf dieser Mauer entlang führte. Unser Guide berichtete natürlich auch über The Troubles, die in der Stadt besonders schlimm waren. Hier fand 1969 die "Schlacht von der Bogside" statt, wo katholische Stadtviertel der Nationalisten sich mit Barrikaden verschanzten vor dem Zugriff durch die Polizei. Dies führte letztlich zum Eingreifen der britischen Armee und zur ersten Eskalation. Und hier war es auch, wo 1972 am Blutsonntag die britische Armee auf Teilnehmer einer ungenehmigten Demonstration scharf geschossen und dabei 13 Menschen getötet hat. Es gab zwei Untersuchungen, die letzte kam erst im Jahre 2010 zum Abschluss. Nach dem Vorliegen des Berichtes hat sich der britische Premierminister David Cameron offiziell entschuldigt und die Schüsse als ungerechtfertigt und unverzeihlich bezeichnet.
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| Blick von der Mauer auf ein protestantisches Viertel (die Kantsteine sind in den Farben ' des Union Jacks) |
Die bedrückende Stimmung, die bei diesen Berichten aufkam, wird aber dadurch relativiert, dass man das Gefühl hat, dass alle den Frieden erhalten wollen. Es gibt viele Wandbilder zu dem Thema, die im Prinzip sagen: Lasst es uns nicht vergessen, aber lasst uns daraus lernen.
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| Worte von Frauen aus beiden Lagern |
Wir sind weitergefahren nach Donegal. Dass wir dabei eine Grenze passiert haben, haben wir nur durch Zufall bemerkt: Beim Nachjustieren des Reifendrucks wollte der Automat plötzlich Euro-Münzen haben. Die Grenze ist wirklich offen, man bemerkt sie gar nicht. Donegal gehört übrigens auch zur Region Ulster - aber zur Republik Irland.
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| Am Ende dieses Tales liegt Donegal |
In Donegal haben wir uns das hübsche Castle angesehen. Das Dach des Wohnturms ist restauriert worden und zwei Ebenen sind möbliert.
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| Donegal Castle |
Wir hatten Glück, denn heute war der erste Mittwoch im Monat. Dann ist der Eintritt frei! Es gab einen Erklärungsbogen auf Deutsch, auf dem z. B. die Stolpertreppe erklärt wurde: Sie hätte absichtlich unterschiedliche Stufenhöhen, um den Angriff zu erschweren. Und die Wendeltreppe steige im Uhrzeigersinn an, damit die Verteidiger von oben kommend mehr Raum zum Einsatz ihres Schwertes hätten. Hmm, nett erzählt, aber stimmt das?
| Im Castle |
In Donegal habe ich meinen ersten Cache in der Republik Irland gefunden, mein 118. Geocaching-Land. Jetzt fühlt es sich auch so an, aber die Statistik hat es schon seit drei Tagen so ausgewiesen, denn nordirische Caches zählen auch für Irland. Das ist vor ein paar Jahren in Abstimmung mit irischen und britischen Reviewern so festgelegt worden.
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| Yeat's Lodge, unsere Unterkunf |
Wir übernachten jetzt in Drumcliff in einem Gästehaus mit dem Namen Yeat's Lodge. Hier in diesem Dorf ist der Poet William Butler Yeats begraben worden. Dazu gab es natürlich auch noch einen Cache, den ich am späten Abend noch gesucht habe.
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| Denkmal für W.B.Yeats, He Wishes for the Cloths of Heaven |
Anmerkungen von Dörte:
Von der Führung habe ich mich nach einigen Minuten entfernt. Mir reicht Jans Zusammenfassung und das Café am Weg lockte bei dem Regenwetter mehr.
Eine Warnung noch an alle, die im Pub Essen bestellen: Keine Experimente! Nur englisches Essen - das können die prima, aber einen Caesar Salad? Habe noch nie gesehen, dass ein Römersalat in der Mitte durchgeschnitten und auf den Tellerrand gestellt wird und die übrigen Zutaten (viel Chicken und Bacon, ein bisschen Parmesan und Soße) gemischt und daneben angerichtet wurden.
Karte:







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