04 September 2025

Irlands Westen

Heute sind wir nicht an der Küste längs gefahren, sondern etwas weiter im Landesinneren. Am Anfang bei Sligo gab es noch Berge mit Klippen und weiter im Süden waren es nur noch runde Hügel bis Flachland. Sowas kennen wir ja von zuhause.

Steinkreise im Flachland

Unser erstes Ziel war der Carrowmore Megalithic Cemetery, eine Ansammlung von steinzeitlichen Gräbern. Wir hatten wieder einmal Glück: Weil das Visitor Centre aus irgendeinem Grunde geschlossen war, durfte man die Gräber kostenlos besichtigen. Sogar Toiletten waren dort vorhanden und ein hilfsbereiter Mitarbeiter gab uns Zettel mit deutscher Erklärung. Ehrlich gesagt: Ein Visitor Centre haben wir gar nicht vermisst und den normalen Eintritt von 5 Euro wäre es uns sicher wert gewesen.

Bei einigen Gräbern waren die Decksteine noch intakt

Insgesamt gibt es hier etwa 55 Gräber, von denen man ca. 30 auf dem Gelände aus der Nähe betrachten kann. Das größte Grab ist das Zentralgrab und man hat es wieder zu einem Steinhügel aus Feldsteinen restauriert. Dabei hat man einen Gang zur Grabkammer offen gelassen. Ich finde, das ist ein guter Kompromiss, um sich das vorzustellen ohne auf allen Vieren mit schmerzenden Knien in eine Grabkammer kriechen zu müssen. 

Das Zentralgrab aus der Ferne

Der Gang zur Grabkammer

Das zweite Ziel des Tages war der Turlough Round Tower. Der ist so unbekannt, dass man dafür keinen Eintritt bezahlen muss. Er befindet sich auf einem Friedhof, der noch in Benutzung ist.

Turlough Round Tower

Ein wenig sieht es so aus, als sei es der Turm einer aufgelassenen Kirche, aber der Turm steht tatsächlich isoliert und ist mindestens 600 Jahre älter als die Kirche, deren Reste man links davon sieht. Die Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert und der Turm gehörte zu einem Kloster aus dem 10.-12. Jahrhundert. Besteigen kann man ihn nicht, denn alle Zugänge sind schon lange zugemauert.

Neue Geocaching-Souvenirs

Hinter Galway haben wir die Provinz Connacht verlassen und sind in die Provinz Munster gekommen. Es gibt fünf Geocaching-Regionen in Irland: Ulster, Connacht, Munster, Leinster und Dublin. Die ersten vier sind historische Provinzen, wieso Dublin hier extra zählt, habe ich nicht herausgefunden. Eigentlich gehört es ja zu Leinster. Aber egal, ich brauche alle Souvenirs! Den ersten Cache für Munster habe ich so früh wie möglich mit einem Cache am Straßenrand erledigt.

Brücke über den Fluss Shannon in Limerick

Wir haben uns die Maut für den Limerick Tunnel gespart und sind durch die Innenstadt gefahren. Dadurch haben wir ein wenig von der hübschen Stadt gesehen, aber Dörte fand es wegen der komplizierten Verkehrsführung nicht so schön. Das nächste Mal bezahle ich die 2,30 Euro.

Wasserfall am Fluss Morning Star

Jetzt übernachten wir in Bruff, einer hübschen Kleinstadt mit vielen Pubs, die am Fluss Morning Star liegt. Die Stadt verdankt ihre Existenz wohl der Tatsache, dass es hier früher eine günstige Furt über diesen Fluss gab. Als wir ankamen, hatte ich meine Tagesschrittzahl noch nicht voll und deshalb habe ich noch einen längeren Spaziergang gemacht. Dabei entdeckte ich einen weiteren Munster-Cache und die Burg Ballygrennan Castle. Man kann die Burg zwar nicht besichtigen, aber es war ein schöner Abschluss des Tages.

Ballygrennan Castle

Anmerkungen von Dörte:

Jan hat verschwiegen, dass er in der letzten Unterkunft einen Feueralarm ausgelöst hat. Der Toast hatte sich im Toaster verkantet und fing an zu kokeln. Das führte dann schnell zu Rauchbildung. Aber immerhin - der Melder funktionierte.

Karte:

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