Wir haben nicht so toll geschlafen, denn das Bett war nur mittelmäßig. Die Zeitverschiebung sorgte dafür, dass wir auch nicht wirklich lange schlafen konnten. Um 8 Uhr, etwa eine halbe Stunde früher als geplant, waren wir schon unterwegs zu einem Cache in Maine. Der Verkehr war ruhig und wir erreichten schnell die erste Autobahnabfahrt im nordöstlichsten Bundesstaat. Dort in der Nähe lag der Cache in einem kleinen Waldstück. Die Geländewertung war 1,5 und das passte mal wieder gar nicht, es hätte mindestens 2,5 sein müssen. Aber es war immerhin noch so, dass Dörte keinen Abbruch gefordert hat.
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| Geländewertung 1,5 war das nicht! |
Damit war der Cache-Teil des Tages schon erledigt, denn den Nachmittag hatten wir für Sightseeing in Boston vorgesehen. Wir parkten unser Auto an einem Bahnhof in der Nähe unseres Motels und fuhren mit dem Zug in die Stadt. Das dauerte etwa 75 Minuten und um exakt 12 Uhr kamen wir in Boston an. Am Bahnhof halfen uns weitere freundliche Menschen, den Weg zur richtigen U-Bahn zu nehmen. Wir stiegen an der Haltestelle Park Street beim Stadtpark Boston Common aus.
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| Commutertrain in Bradford, Massachusetts |
Boston Common ist möglicherweise der älteste Stadtpark der Welt! So behauptet es jedenfalls ein Eintrag in einem Adventure Labcache, den wir gemacht haben. Ihr seht schon, so ganz war es mit dem Cachen für heute noch nicht vorbei. Wir haben noch etwa 30 Standorte von Labcaches aufgesucht und Fragen beantwortet.
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| Boston Common mit einer Skyline aus alten und neuen Gebäuden |
Im Boston Common beginnt der Freedom Trail, zu dem wir auch eine App heruntergeladen hatten. Wir machten dann einen Stadtrundgang gemischt aus Labcache-Standorten, der Freedom-Trail-App und Dörtes Intuition für Fotos und interessante Leute.
| So war der Freedom Trail auf dem Pflaster gekennzeichnet |
Heute fand hier im Stadtpark ein NAMIwalk statt. NAMI steht für National Alliance on Mental Illness und bei diesem Event sollten Spendengelder generiert werden. Dörte sprach eine Gruppe von Leuten an, die T-Shirts mit der Aufschrift "Michael Matters" trugen und fragte, wer denn Michael sei. Michaels Vater antwortete, dass sein Sohn drogensüchtig nach Fentanyl geworden und dann an einer Überdosis gestorben sei. Offensichtlich ist die Droge Fentanyl ein riesiges Problem in den USA, weil sie sehr billig in den Schwarzmarkt kommt. Der Schwerpunkt von NAMI liegt auf Hilfestellung bei mentalen Erkrankungen, die häufig parallel zu Drogenmissbrauch auftreten.
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| Teilnehmer am NAMIwalk |
Wir haben einen ausführlichen Rundgang durch den Park gemacht und dabei einen Hinweis auf den ältesten Football-Club der Vereinigten Staaten gefunden.
| Denkmal für den Oneida Football Club |
Als wir uns vom Park auf den Weg machten, um die historische Altstadt zu erkunden, war es schon 14:30 Uhr. Die Zeit verging wie im Fluge und es gab wirklich viel zu sehen.
| Massachusetts State House |
| Versammlungsort vor der Boston Tea Party |
| Das Haus von Paul Revere |
| Denkmal für das Siegtor im Stanley Cup 1970 |
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| Magnet für Boston und Massachusetts |
In der Nähe des Hauses, in dem die Versammlung vor der Boston Tea Party stattfand, entdeckten wir ein kleines Restaurant für Hummer-Brötchen. Das war die Chance, das Versäumte vom Vormittag nachzuholen. Dieses Hummer-Brötchen kam zwar nicht aus Maine, aber es war trotzdem sehr lecker.
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| Sehr leckeres Hummer-Brötchen |
Dörte wurde langsam nervös, dass wir unseren Zug zurück um 17:15 Uhr verpassen könnten. Am Ende ließen wir eine Kirche und einen Friedhof vom Freedom-Trail aus und waren um 16:50 Uhr mehr als pünktlich wieder am Bahnhof. Boston hat uns wirklich gut gefallen, es hat eine tolle Mischung aus historischen und modernen Gebäuden. Was uns aber ganz besonders beeindruckt hat, ist die Freundlichkeit der Menschen: Wir haben ganz viele tolle kurze Gespräche geführt.
Anmerkungen von Dörte:
Zunächst sind uns im Park einige Mädels aufgefallen, die mit güldenen Bändern behängt waren. Der Nachoverkäufer rief ihnen „Congratulation“ hinterher. Auf meine Frage, was diese denn feierten, antwortete er aber, dass er keine Ahnung hätte. Aber fürs Geschäft sei es immer gut, freundlich zu sein. Es war der Tag des Collegeabschlusses, was bei einer späteren Begegnung deutlich wurde. Hier haben wir dann auch gratuliert.
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| College-Absolventin |
Kaffee hab ich mir bei Starbucks geholt. Innovation: Die Namen werden nicht mehr ausgerufen, sondern erscheinen auf einer Tafel. (In englischsprachigen Ländern stelle ich mich meist als Dorothy vor, das ist einfacher)
Und nein Jan, ich muss nicht erklären, dass man beim Bestellen des Kaffees seinen Namen angeben muss, damit der speziell zubereitete Kaffee (Grande Latte mit doppelt Zucker) zugeordnet werden kann.
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| Wo ist mein Kaffee? |
Übrigens gab es Demonstrationen gegen die Deportationen, die von der Polizei begleitet wurden. Und Politik scheint die Leute wirklich im Alltag zu bewegen. Wir hörten auch Bemerkungen wie: „Oh, Sie kommen aus Europa? Da wollen uns ja nicht so viele Leute besuchen.“ und ein Anderer fragte, wie man über die Amerikaner denke. Er wäre sehr unglücklich über die Situation.
| Demonstration gegen die Deportationen |
Karte:








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