22 November 2025

French Quarter

Heute früh klappte die Ausschiffung ziemlich reibungslos. 10 Minuten mussten wir allerdings in einer Warteschlange vor der Passkontrolle verbringen, obwohl sie eigentlich sehr effizient organisiert war: Ein Grenzbeamter beobachtete 4 parallele Gesichtserkennungsstationen, bei denen man nicht einmal seinen Pass vorzeigen musste. Vermutlich wurde im Hintergrund eine Datenbank mit den Passangaben aller Passagiere verwendet.

Wir fuhren mit einem Uber-Taxi zu einem Hotel im French Quarter, wo wir unser Gepäck gegen Gebühr unterstellen konnten. Von dort haben wir zu Fuß das French Quarter entdeckt. Zunächst einmal war dort die Bourbon Street mit schillernden Farben und der typischen Arkaden- und Balkon-Architektur.

Bourbon Street bei Tag

Wir entdeckten ein kleines Café im Musical Legends Park mit Livemusik, wo wir uns erst einmal ausgeruht haben. Gleichzeitig gab es dort auch einen virtuellen Cache - wie praktisch!

Musical Legends Park

Dörte war auf der Suche nach T-Shirts mit New-Orleans-Motiv. In der Bourbon Street gab es zwar T-Shirts, aber keine mit jugendfreien Texten. Die fanden wir erst später in der Canal Street und in den Straßen, die näher am Fluss lagen. Jana musste bei der großen Auswahl beim Aussuchen helfen - und hat sich selbst auch einige Shirts gekauft.

Freunde von Onkel Wubbelbubba

Um 13 Uhr haben wir eine Free-Walking-Tour zur Geschichte von New Orleans mitgemacht. Unser Guide Sean hat auf witzige Weise die Geschichte der Stadt erklärt und viele Tips für weitere Unternehmungen und Restaurantbesuche gegeben. 

Kathedrale von New Orleans und
Denkmal für Andrew Jackson

Als wir auf den Beginn der Führung warteten, haben wir einen Heiratsantrag beobachtet: Der Mann drückte einer fremden Frau sein Smartphone in die Hand mit der Bitte, eine Aufnahme von sich und seiner Freundin zu machen. Danach fiel er auf die Knie und präsentierte den Ring. Die fremde Frau war reaktionsschnell genug, um das alles auf Video festzuhalten.

Nach der Führung haben Jana, Dörte und ich das Gepäck abgeholt. Auf dem Weg sind wir an zwei Paraden durch Straßen des French Quarter mit Musikkapelle vorbeigekommen. Beides waren offensichtlich Hochzeitsgesellschaften die tanzend und feiernd durch die Straßen zogen. 

Die Ferienwohnung liegt in einem ruhigen Wohnviertel etwa 3 Kilometer vom French Quarter entfernt und reicht für uns fünf (ähem sieben, ich sollte Friedrich von Sachsen und Onkel Wubbelbubba nicht vergessen!) gut aus. Auch wenn nur 4 Stühle am Frühstückstisch stehen …

Nach dem Einchecken sind wir mit einem Uber zurück ins French Quarter gefahren und haben uns mit Stefan und Beke zum Essen getroffen. Wir folgten einem der Tips von Sean und waren im Restaurant Napoleon House. Dort bestellten wir alle möglichen Spezialitäten aus New Orleans und probierten verschiedene Gerichte. Bis auf das Alligatorfleisch fand ich alles extrem lecker und teilweise ziemlich scharf gewürzt. 

Creole Jambalaya

Warm Spinach & Artichoke Dip

Hot Pastrami Po'boy

A Quarter Italian Muffuletta

Nach dem Essen war es um ca. 18 Uhr draußen schon dunkel und wir sind noch einmal die Bourbon Street entlang gegangen. Was für ein Unterschied zum Morgen! Die Straße war für den Autoverkehr gesperrt und voller Menschen. Viele angereiste Fans der Atlanta Falcons (morgen ist das Spiel gegen die New Orleans Saints) feierten hier. Musik, Lichter, Bier, Straßenkünstler - das passte alles wunderbar zusammen und ergab eine tolle Stimmung.

Bourbon Street am frühen Abend

Anmerkungen von Dörte:

Nett fand ich die Geschichte über William Faulkner. Dieser hat während der Prohibition extra ein Haus neben der Kathedrale gemietet, da der Priester Messwein illegal verkauft hat. 

Leid taten mir die Tiere, die die Kutschen ziehen mussten. Die Formulierung ist bewusst gewählt, weil sie nicht nach Pferden aussahen und ich Maultier und Maulesel nicht unterscheiden kann. Leid tat mir auch die gelbe Phyton, die auf der total lauten Bourbon Street spazieren getragen wurde. Obwohl —- Ohren haben sie ja nicht. 🤨 



Magnet:

1 Kommentar:

  1. 10 Minuten für die Passkontrolle, welch Traum. Stehe seit ner halben Stunde in Paris und kein Ende ist abzusehen…

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