23 November 2025

Saints vs Falcons

Heute stand bei uns ganz im Zeichen des Football-Matches New Orleans Saints gegen Atlanta Falcons. Schon als wir den Kindern vorschlugen, eine Kreuzfahrt nach New Orleans zu machen, prüften sie die Spielpläne und freuten sich tierisch, ein Heimspiel der New Orleans Saints sehen zu können. Passende T-Shirts hatten sie vorher schon mal gekauft, Beke eines von den Saints und Stefan eines von den Falcons. Dass die beiden hier nun aufeinander treffen, war ein glücklicher Zufall.

Das Logo der Saints

Wir begannen mit einem späten Frühstück als Brunch, wieder mit typischen Gerichten für New Orleans. Mir hat der Po'boy mit Alligaturwurst und Ei sehr gut geschmeckt.

Po'boy mit Alligatorwurst und Ei

Danach machten wir uns zu Fuß auf in Richtung Stadion. Beke und Stefan ernteten einige lustige Bemerkungen, weil sie als Paar mit Trikots unterschiedlicher Mannschaften herum liefen. Dazu muss man wissen, dass es so etwas wie Feindlichkeiten von Fan-Gruppen hier gar nicht gibt - man behandelt sich mit Respekt.

Zwei Fans unterschiedlicher Mannschaften

Auf dem Weg kamen wir an einem Café vorbei, welches an NFL-Spieltagen mit großen Bildschirmen und billigem Bier (Supermarktpreise!) lockt. Da konnten wir nicht widerstehen und haben uns einen Teil des Mittagsspiels (New England Patriots vs Cincinnati Bengals) auf den Fernsehern angesehen.

Im Stadion kostet's zehnmal soviel!

Auf dem Weg zum Stadion durfte ich dann noch einen kleinen Umweg zu einem Cache an der Kirche St. Patrick machen. Die Dose war geschickt versteckt und deshalb mussten wir ganz schön suchen. Ich konnte die Dose dann schließlich doch noch finden.

Kirche St. Patrick

Rund um das Stadion strömten jetzt die Fans und wir brauchten ihnen nur zu folgen. Viele hatten T-Shirts ihrer Teams an, aber etwa 25% waren zusätzlich als Fans zurechtgemacht, z. B. mit Masken oder besonderer Kleidung. Dörte genoss es, sich mit ihnen fotografieren zu lassen.

Saints-Fans unter sich

Die Eingangskontrolle erfolgte mit Metalldetektoren und war sehr viel flüssiger als ich das erwartet habe. Man darf nur mittelgroße durchsichtige Tragetaschen mitnehmen und sowas hatten wir nicht dabei. Daher haben wir nur das Nötigste in den Hosentaschen mitgenommen: Geld, Kreditkarte, Smartphone, Powerbank. Und eine Strickjacke, denn das Stadion ist überdacht und klimatisiert.

Caesars Superdome

Das Stadion heißt Caesars Superdome und wurde 1975 gebaut. Es hat ein vollständiges Kuppeldach und fasst über 73000 Zuschauer. Es wurde in den letzten Jahren renoviert und ist wirklich ein Prachtstück! Bekannt wurde es im August 2005 auch als Notunterkunft beim Hurrikan Katrina: Damals waren ca. 30000 Menschen hierher geflüchtet und harrten hier mehrere Tage aus. Das Stadion wurde damals schwer beschädigt und ist erst im September 2006 wieder für ein Spiel genutzt worden. Zur Erinnerung an dieses Spiel, das die Saints gegen die Falcons damals hoch gewonnen haben, steht eine Statue vor dem Stadion mit dem Titel "Rebirth".

An der Statue Rebirth (zählt als virtueller Cache!)

Vor dem Stadion konnte man sich auch im Zielwerfen beweisen. Dörte ließ sich nicht lange bitten und hatte durchschlagenden Erfolg.

Unsere Sitze waren hoch hinter einem Tor. Die Sicht aufs Spielfeld war gut, aber die Perspektive war ganz anders als wir sie vom Fernsehen her kannten. Es war ziemlich schwer zu erkennen, wer gerade den Ball besaß. Wir waren natürlich für die Saints, die Heimmannschaft. Doch die kamen nicht so richtig in Gang: Zwei Fehlkicks und unnötige Ballverluste führten zu einem schnellen Rückstand. Zur Halbzeit stand es 16:7 für die Falcons. Im dritten Viertel konnten die Saints ganz gut mithalten und es gab keine weiteren Punkte, am Anfang des letzten Viertel kamen die Saints noch auf 16:10 heran. Als dann aber kurz darauf die Falcons mit einem Touchdown punkteten, war alles klar. Zur Mitte des letzten Viertels verließen viele Saints-Fans enttäuscht vorzeitig das Stadion.

Unsere Sicht aufs Spielfeld

Nach dem Spiel sind wir zurück zu dem Café mit dem preiswerten Bier gegangen und haben noch zu Abend gegessen. Diesmal hatte ich einen Burger, so richtig gesund ist das Essen hier wohl nicht. Aber ab und zu darf das ja mal sein …

Anmerkungen von Dörte:

Der Einlauf der Heimmannschaft wurde richtig zelebriert mit Lichteffekten, viel Rauch und großem Gejohle. Gejohle gab es auch beim Einlauf der gegnerischen Mannschaft - nur nicht so freundlich. Natürlich ist man auch zum Anhören der Nationalhymne (zweistimmig von zwei Mädchen) aufgestanden. Das eigentliche Spiel ist an mir völlig vorbeigegangen. Es gab ständig Ablenkungen: Die Puschelgirls tanzten an diversen Stellen, die große Marschband nahm schon mal Aufstellung, es liefen auf den großen Bildschirmen Statistiken, Werbung, Aufforderungen, mehr Lärm zu machen (bis 116 Dezibel) und Wiederholungen von Spielzügen. Irgendwann haben sie einfach angefangen zu spielen, wie ich überrascht feststellte. Den Ball habe ich nur selten gesehen, es gab einen ständigen Wechsel an Spielern, es flogen gelbe Zettel auf den Rasen, die Uhr blieb aus unerfindlichen Gründen immer stehen und dann gab es noch Timeouts. Nur wenn sie mal aufs Tor geschossen haben - das habe ich mitbekommen. Aber da hatte der Kicker von den Saints leider einen rabenschwarzen Tag und hat dreimal daneben geschossen! Sozusagen drei versemmelte Elfer. Aber lustig war es trotzdem. 

1 Kommentar:

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.