Durch das kleine Dorf Sligachen fährt man fast zwangsweise, wenn man die Insel Skye besucht, denn es liegt am Kreuzungspunkt großer Straßen. Uns interessierte hier die Magie des Wassers unter der alten Brücke: Die Legende besagt, dass man auf ewig schön bleibt, wenn man sein Gesicht für sieben Sekunden in dieses Wasser eintaucht und es dann an der Luft trocknen lässt. Dörte hat es probiert!
Den Erfolg habe ich hinterher fotografisch festgehalten. Ich finde, dass es sich gelohnt hat, wenn ihre Augen auf ewig so leuchten wie auf diesem Foto. Findet ihr das nicht auch?
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| Für immer schön! |
Für diese Aktion hätten wir uns besseres Wetter gewünscht, aber man kann es sich ja nicht aussuchen. Für die nächste Aktion war ein trockenes Wetter aber noch wichtiger: Ein Bootsfahrt von Elgol zum Loch Coruisk. Das Loch liegt abgeschieden und von keiner Straße erreichbar hinter den Cuillin Hills. Lediglich vom Meer aus kann man es leicht erreichen, denn die Cuillin Hills sind so schwer zu besteigen wie die schwierigsten Gipfel in den Alpen. Daher ist diese Gegend auch bei Bergsteigern beliebt.
Bella Jane, unser Boot |
Auf der Fahrt gab es zunächst Erklärungen zu den kleinen Inseln, die wir hätten sehen können, wenn es nicht so diesig gewesen wäre. Auf der Rückfahrt war die Sicht dann klarer und wir konnten sie tatsächlich sehen.
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| Wir konnten auch Wasserfälle sehen |
Kurz bevor wir am Landungssteg ankamen, sahen wir einige Seehundbänke. Insgesamt waren es wohl über 100 Seehunde, die wir sehen konnten.
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| Seehunde |
Laut Beschreibung sollte es ein bequemer Spaziergang von 10 Minuten entlang des Flusses sein vom Anleger bis zum Loch Coruisk. Wir waren zum Glück diesmal gut vorbereitet mit Gummistiefeln, Regenzeug und Wanderstöcken und die konnten wir alle gut gebrauchen. Statt der angegebenen 10 Minuten haben wir eher 25 Minuten gebraucht.
| Loch Coruisk vor den Black Cuillins |
Ursprünglich wollte ich um das Loch herumwandern, aber das war bei dem heutigen Tagespensum nicht machbar. Statt 90 Minuten Aufenthalt hätte ich dann 3 Stunden Aufenthalt gebraucht und ich hätte auch irgendwie den Fluss queren müssen, was bei den heutigen Wassermengen nicht so trivial gewesen wäre.
| Der Fluss Scavaig |
Wir waren so früh aufgestanden, dass wir schon um 12:15 Uhr statt erst um 13:45 Uhr in Elgol unsere lange Autofahrt nach Aberfeldy starten konnten. Den Zeitvorsprung haben wir dann genutzt, um zusätzlich noch Eilean Donan Castle zu besichtigen. Diese Burg ist in der Folge eines Jacobiter-Aufstandes 1719 gesprengt worden und bestand über 200 Jahre nur als Ruine. Von 1920 bis 1932 ist sie vollständig restauriert worden.
| Eilean Donan Castle |
Die Burg ist verbunden mit dem Clan MacRae. Dieser Clan hat keinen offiziell anerkannten Chief, weil sich verschiedene Zweige der Familie nicht einigen können, wer die älteren Ansprüche habe. Hier in dieser Burg geht es um den Zweig der MacRae of Conchra und ich habe ehrlich gesagt die Ahnentafel in der Burg nicht verstanden. Wegen des Fotografierverbotes kann ich sie hier auch nicht zeigen.
| Der Innenhof |
Seit 1955 wird die Burg als Museum betrieben und nicht mehr bewohnt. Das ist anders als in Dunvegan Castle, dort werden die Räume außerhalb der Sommersaison tatsächlich von Clan-Mitgliedern genutzt. Irgendwie machte das die Räumlichkeiten weniger authentisch, obwohl hier Felsmauern statt Putz als Wände zu sehen waren. Trotzdem war es ein interessanter Besuch.
Jetzt sind wir wieder in Aberfeldy wie vor 10 Tagen und sind mit unserem Hebriden-Abenteuer sehr zufrieden.
Anmerkungen von Dörte:
Eines Tages fing es an zu regnen. Wir haben so ziemlich jeden Regen
gehabt, den es gibt. Regen mit kleinen prasselnden Tropfen, richtig
schönen dicken Tropfen, Regen, der von der Seite kam und manchmal sogar
Regen, der von unten nach oben zu kommen schien.
Karte:



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