24 August 2025

Benbecula and Grimsay

Heute haben wir hauptsächlich die Insel Benbecula erkundet. Sie ist relativ flach und hat unglaublich viele Lochs. Es gibt sehr viele Moore und Heideflächen. Jetzt mit der blühenden Heide sieht das ganz toll aus!

Heidekraut auf Benbecula

Unser erstes Ziel war ein Geocache mit Terrain-Wertung drei. Normalerweise erlaubt mir das Dörte nicht, aber da es einerseits interessant zu sein versprach und andererseits keine steilen Klippen zu bewältigen waren, erlaubte sie es doch. Dieser Cache lag auf einer Insel, die nur bei Ebbe trockenen Fußes zu erreichen war. 

Nicht wirklich trockenen Fußes, es musste auch etwas Schlick durchwatet werden. Die Dose selbst war wunderbar getarnt, das hat uns viel Spaß gemacht. Das war uns die dreckigen Schuhe und Hosen wert!

Der Cache
Wir sind die Stichstraße noch zu Ende gefahren, wie es uns der Inselbewohner, der seinen Hund per Auto ausführte, empfohlen hat. Da gab es einen kleinen Hafen, mehr hätte die schmale einspurige Straße als Anbindung auch nicht bedienen können.

Peter's Pier auf Benbecula

Das nächste Ziel war Nunton House. Hier hat Flora MacDonald Bonnie Pince Charlie bei der Flucht nach Skye geholfen, indem sie ihn mit Frauenkleidern ausgestattet und als ihre Zofe mitgenommen hat. Heute ist das Haus ein Hostel.

Nunton House

Gleich nebenan liegt ein alter Friedhof, auf dem unter anderem die MacDonalds begraben werden. Er ist heute noch in Benutzung, die Kapelle auf dem Gelände ist aber nach der Reformation aufgegeben worden und inzwischen verfallen.

MacDonalds-Gräber

Der Boden des Friedhofs ist über die Jahrhunderte höher geworden. Das sieht man an der Ruine der Kapelle, da ist der Schlussstein über der Eingangstür nur noch 40 cm hoch.

"Versunkene" Kapelle

Die Insel Grimsay erwähnen wir eigentlich nur der Vollständigkeit halber. Sie ist eine kleine Insel zwischen Benbecula und North Uist und hat nicht einmal einen Geocache. Wir haben eine Rundfahrt auf der Single Track Road gemacht und kurz am Pier gehalten. Das Café hatte am Sonntag aber geschlossen.

Beim Pier auf Grimsay

Das letzte Ziel war dann ein Geocache auf dem Gipfel Ruaval. Er ist mit 124 Metern der höchste Punkt auf Benbecula. Das klingt nicht hoch, aber der Weg war anstrengend und die Aussicht absolut lohnend. Dörte hat es sich nur auf den Fotos angesehen und das war auch gut so - die ersten 500 Meter musste ich mir einen Weg durch mooriges Gelände suchen. Da hätte sie keine Lust darauf gehabt.

Auf dem Gipfel des Ruaval

Nach der Rückfahrt stellte ich fest, dass meine 10000 Schritte noch nicht voll waren. Eigentlich konnte das gar nicht sein! Vielleicht haben die Wanderstöcke oder der moorige Untergrund dafür gesorgt, dass meine Uhr die Schritte nicht richtig gezählt hat. Egal, ich musste noch einmal 2 Kilometer zusätzlich spazieren ...

Anmerkungen von Dörte:

Heute musste ich beim Fahren nicht nur auf entgegenkommende Autos und freilaufende Schafe, sondern auch auf Truthähne und sogar einen Pfau achten. Hühner liefen allerdings nicht rum, nur Eier konnte man kaufen (es war eine Sparbüchse im Häuschen). 

Und ich hab endlich mal ein Schild fotografiert, das gälische Sprache zeigt. 

Die Schuhe habe ich übrigens heute gewaschen. Ich hoffe, das funktioniert. Sonst hab ich für den Rest der Reise nur noch Sandalen. 

Karte:

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