Quiraing ist ein Berggebiet auf Trotternish, der nördlichsten Halbinsel von Skye. Es gibt dort auf der Ostseite schroffe Klippen mit bizarren Felsformationen, die ein Highlight jedes Besuches auf Skye sind. Die bekannteste Formation ist der Old Man of Storr, ein 55 Meter Felsen in Hinkelsteinform. Selbst Obelix könnte den nicht anheben!
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| Old Man of Storr (links) von oben fotografiert |
Diese Felsnadel sieht man schon aus mehreren Kilometern Entfernung gegen den Himmel aufragen. Wir haben am zugehörigen Parkplatz gehalten und eigentlich wollten wir nur ein wenig dem Weg folgen, um eine bessere Sicht zu bekommen. Der Weg erwies sich als technisch einfach, aber durch die Steigung ziemlich anstrengend. Dörte kehrte deshalb nach ca. 25 Minuten um und ich wollte sehen, wie weit ich komme.
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| Es war ein langer und steiler Weg nach oben |
Wie man sieht, ist diese Attraktion gut besucht. Von einsamer Wanderung kann nicht die Rede sein, dafür ist aber der Weg gut ausgebaut und sicher. Die spitze Nadel rechts vom Weg heißt Kathedrale, weil man aus einem anderen Blickwinkel sehen kann, dass sie Fenster hat.
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| Die Fenster der "Kathedrale" |
Von da war es nicht mehr weit bis zu dem kleinen Nebengipfel, der außer "Photographer's Knoll" wohl keinen eigenen Namen hat. Hier kehrten die meisten wieder um, man hätte aber auch noch weiter auf Wanderwegen in die Berge gehen können.
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| Das letzte Stück des Weges |
Oben war die Aussicht natürlich phantastisch! Man konnte die Insel
Rona und die hohen Berge auf der britischen Hauptinsel ganz klar erkennen.
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| Blick zur schottischen Küste |
Das Selfie auf dem Gipfel durfte natürlich auch nicht fehlen. Hier sieht man schön, dass der Old Man of Storr und die "Kathedrale" den eigentlichen Klippen vorgelagert sind. Das ist vor langer Zeit mal durch einen gigantischen Erdrutsch so entstanden.
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| Selfie auf Photographer's Knoll |
Dörte hat unten am Parkplatz etwa 90 Minuten auf mich gewartet. Von dort sind wir dann die Küste weiter nach Norden gefahren und haben an zwei beliebten Aussichtspunkten noch einmal kurz angehalten.
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Starfoto am ersten Aussichtspunkt
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| Wasserfall am zweiten Aussichtspunkt |
Jetzt kamen wir zu dem Abschnitt, auf den ich mich besonders gefreut hatte, der
Quiraing Road. Ich war 1977 bei einem Schottlandurlaub zu meiner Studentenzeit schon einmal hier und hatte diese Straße als schwierigste Single Track Road in Erinnerung. Da Dörte diese Straßen ja liebt, wollte ich sie ihr unbedingt zeigen.
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| Serpentinen, nicht einsehbare Kurven, fiese Schlaglöcher! |
Die Straße war noch genauso spektakulär wie vor 48 Jahren, es gab nur mehr Verkehr. Klar, das kommt von dem großen Parkplatz, den man auf der Passhöhe gebaut hat und der die Touristen wie ein Magnet anzieht. Dörte hat geflucht wie ein Rohrspatz, aber ich bin sicher, dass es ihr gefallen hat!
Was ist sonst noch passiert: Wir haben neue Wanderstöcke für mich in
Portree gekauft. Die alten Teleskopstöcke, die ich ins Auto gepackt hatte, waren so fest ineinandergesteckt, dass sie auch mit Werkzeuggewalt nicht mehr herauszuziehen waren. Die neuen Stöcke haben mir heute schon gute Dienste geleistet.
Anmerkungen von Dörte:
Portree hat mir gut gefallen. Beim Einkauf von Nervennahrung in Ingas Sweet Treats stellte sich heraus, dass die Inhaberin aus Bremen stammt. Ich hatte mich schon gewundert, dass auch Lübecker Marzipan hier zu kaufen war. Und der Name war ja auch nicht so ganz typisch schottisch.
Die Kirche dort wurde in ein italienisches Restaurant umgewandelt. Ganz geschmackvoll gemacht, man hat nur eine große Empore eingezogen und im hinteren Bereich einige Räume abgeteilt. Der Name 1820 erinnert noch an das ursprüngliche Baujahr.
Übrigens: Unsere Unterkunft hat große tiefe Fenster zum Garten hin, vor dem Fenster eine bird feeding station und auf der Fensterbank ein Buch „wild Britain - garden birds“. Sehr britisch.
Karte:
Liebe Dörte, lieber Jan, wie seid ihr von den äußeren Hebriden nach Skye gekommen? Mit der Fähre? Herzliche Grüße, Brigitte
AntwortenLöschenLiebe Brigitte!
LöschenJa, wir sind vorgestern Nachmittag mit der Fähre "Hebrides" von Lochmaddy auf North Uist nach Uig auf Skye gefahren. Es war ein größeres Schiff, als ich gedacht hatte. Dörte hat dabei aber wohl herausgefunden, warum es auf den äußeren Hebriden keine großen Windräder gibt: Wahrscheinlich sind die Schiffe (und vielleicht auch die Straßen) für die Schwertransporte der Rotorblätter nicht geeignet.
Liebe Grüße Jan